Veit und referirte der Schlegel über Politik, und da das Zankenüber den Avenir ein Ende hatte, war das alte Residuum sehrennuyant.
Die beiden Savigny's schreiben öfter von Paris an ihreMutter. Sie sind dem Louis Philipp vorgestellt worden undmachen alle Hoffeste mit. Carl hat einen weitläufigen Briefgeschrieben, in welchem er alle bedeutende Personen beschreibt.Perrier gefällt ihm am besten. Franz beschreibt überall mehrKunsteindrücke u. s. w. — — — — — — — —
Die Arnim ist in der Cholera die Bewunderung von ganzBerlin gewesen. Sie hat jetzt ihre Zeichnung zum Octoberfestezum Besten der Cholerawaisen selbst radirt. Sie ist liirt mitSchleiermacher, und sehr häufig in feinen Predigten; hoffentlichum sie ihm zu critisiren. — — — — — — — —
Ein hiesiger Bürgerssohn F. hatte von Kind auf Neigungzur katholischen Religion; er kam ins hiesige Waisenhaus, lauertean der Thüre beim katholischen Unterricht und las die Katechis-men der katholischen Knaben. Er hatte Talent, man wollte ihnzum Schullehrer bilden, er wich aus, ward Tischlerjunge beieinem harten Meister, ging auf die Wanderschaft als Geselle,hatte katholische Bücher im Felleisen, betete an allen Kapellenum Erleuchtung. In Heidesheim bei Schlettstadt (Elsaß) Abendsankommend, schleicht er in die noch offen stehende Kirche. Eswar Nacht, Niemand darin; er betet heftig um Erleuchtung.Plötzlich sieht er die vier Lichter auf dem Altar sich entzünden,und das Kreuz ihm mit dem Haupt winken. Nun fühlt er sichgestärkt, geht mit seinem frommen Meister nach Maria Einsiedeln,sieht dort eine Wundergenesung, kehrt hieher zurück, wird vorigesJahr bei Bohn katholisch, wandert wieder, kann aber wegenMangel an Reisegeld und wegen Kränklichkeit nicht weiter; er