Druckschrift 
2 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
240
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dieses eine Ursache mehr es drucken zu lassen und für gründlicheAnzeigen zu sorgen.

Da Kettembeil ihn um Approbation gebeten, und er sienicht gegeben, wird dieser es nicht gerne mehr drucken, und esscheint auch Anstand verletzend. Du darfst ihm daher nur ein Billetschreiben, da der Bischof dies Buch nicht für seine Diöcesezweckmäßig zu halten scheine, so könne er, wenn er es nicht mehrdrucken wolle, das Manuscript Dir zurückgeben. Ich habebereits an Seidel geschrieben und ihm das Manuscript ange-boten, er wird Dir nach Frankfurt schreiben, wenn er es habenwill, und du kannst es ihm sodann, gleich schicken u. s. w.

(Hier und an anderen Stellen, namentlich auch in einemBriefe an Fräulein Catharina von Hertling, wiederholt sich dieAufforderung für den Plan für gute katholische Unterhaltungs-schristen thätig zu sein. Um Wiederholungen zu vermeiden,lassen wir dieselben weg, glaubten aber doch Erwähnung davonthun zu müssen, als Zeichen eines rastlosen Strebens Guteszu bewirken und zu fördern.)

Es freut mich, daß Du Dich mit Melchior wieder inVerkehr gesetzt hast. Widmer, der ihn sehr liebt, fand immervon allen seinen Geistes- und Herzenseigenschaften seine großeAufrichtigkeit und Wahrheitsliebe hervorragend.

Wenn ein Porträt des Papstes zu Tage kommt, so vergißDiez, Settegast und Diepenbrock nicht. Das Wetter ist leidig,kein Wunder, daß Du wieder leidest. Vergiß doch nicht, miteinem römischen Freund eine Correspondenz anzufangen, der einwenig von den Dingen weiß.

Lebe wohl, und sei schön bedankt.

' Dein herzlich liebender

Clemens.