der Wahrheit dienen muß. Hier ist bloße objektive Kunst derGeschichtschreibung, und in sofern unparteiisch, nothwendig ohnePartei, Secte, Spaltung, und also in soweit allgemeiner, d. h.katholischer, Wahrheit huldigend. Es ist rührend zu sehen, wiemenschlicher Absicht allein Nichts mehr gelingt, wie die Parteiauch nicht einen wirklich bedeutenden Geist mehr als Sprecherbesitzt, wie alle edleren Geister unwillkürlich, weil ohne Eigen-heit, ohne Selbstwillen, ohne Eigenwillen, ohne sich einen Willenzu erküren, wie Alle, deren Gebet: „Dein Wille geschehe, wieim Himmel, so auf Erden," au ihnen selbst erhört wurde, wiean Allen, die unwillkürlich, wie die liebe Mutter Gottes, sagen:„Mir geschehe nach Deinem Willen," Den empfangen, der derWeg und die Wahrheit ist, und der seine Kirche auf den Felsengegründet hat, den die Pforte der Hölle nicht überwältigenwerden. Und unter allen diesen Menschen besteht kein Bund,keine Loge, denn der Felsen ist gewachsen nach Gesetzen, die derSchöpfer gebaut hat von Ewigkeit in die Zeit.
„Sieh! der Sommer folgt der Blüthe,
Und den Zeichen das Gericht!
Heut ermahnet noch in Güte,
Der dann streng das Urtheil spricht!
Der Erlöser nennt die Zeichen,
Die vor dem Gericht ergehen,
Daß erlöst wir ohn' Erbleichen,
Dann den Richter kommen sehen!
Wie Dein Urtheil fällt, so fall' es!
Herr, nur Deine Gnade gib,
Daß ich Gott stets über Alles,
Wie mich selbst den Nächsten lieb'.
Meine Schuld will ich bereuen,
Stark dnrch's heilige Sakrament;
Dann mich meines Richters freuen,
Der die Kirche selig nennt.
12 »