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2 (1855) (1855)
Entstehung
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146
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des Briefes besorgt war; ich weiß nicht, ob Georg Dir nachAuftrag den Empfang meldete.

Ich habe seitdem auf vier Wochen Frankfurt besucht undwerde nächstens nach Koblenz zurückgehen. Die Veranlassungist folgende. Melchior's Hypochondrie war immer drückendergeworden. Ich setzte ihn in die Lage nach Koblenz kommen zukönnen, wo Appel, im Hospital und der Stadt wie ein Engeldes Segens arbeitend, große Freude über ihn hatte. Ichbegleitete ihn dann nach Bochhold, wo er zuerst als Priesterankam.

Von Köln nach Wesel sind neun nnd zwanzig Stundenzu Wasser, wir fuhren sie auf dem Dampfschiffe bei dem heftig-sten Gegenwind, so daß die großen Rhcinschiffe heraufsegelten,ohne die leiseste Schwankung des Schiffes, das so elegant alsdas Petrihäuschen '^) ist, von Morgens fünf bis Mittags zwölf Uhr.

Um vier Uhr in Bochhold angekommen, sagte uns Bostel'sFrau:''^) Ich werde gesund vor Freude. Geschwind nach Holtwick,wo die ganze Familie des Vaters Namenstag feiert, der mit unszugleich dort von der Eisenhütte ankommen muß! Es war ein selt-sames Eintreffen. Wir kamen mehrere Tage nach Antonius, welchenTag er in Ülft gewesen war, und kamen doch in der Stunde,wo er auch eintraf und die Kinder sein Fest feierten. Wir fuhrendicht hinter ihm durch die Blumenbogen und ließen den Wagendicht zuhalten, und rathen wer drinnen sei, um die Überraschungzu mildern. Auch auf Dich wurde gerathen. Die Freude warsehr groß. Wir blieben etwa zehn Tage. Ich schickte dem gutenPfarrer von Haltern einen Boten. Dieser treue, fromme Freundvon uns, kam gichtlahm, wie er ist, sogleich in meiner alten,

*) Ein sehr elegantes Gartenhaus an der Nidda, auf dem Gute seines BrudersGeorg in Rödelheim.

**) Diepcnbrock's Schwester.