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An srinrn Bruder Franz.
Geliebter Bruder!
Nllblknz, Anfang M6.
Claudine hat mir gemeldet, daß Du das Glück gehabt,Großvater zu werden, ich nehme an diesem frohen Ereigniß denherzlichsten Antheil, .wie an allem, was Dich und die Deinigenbetrifft. Gott lasse dieses Kind seinen Eltern, zur Befestigungihres heiligen Bundes mit seiner Kirche und unter einander,fromm und züchtig heranwachsen, und lasse sie seinen heiligenWillen auf Erden erfüllen, wie ihn die Engel im Himmelerfüllen!
Ach, thäten wir das Alle, so wäre sein Reich schon beiuns! Und doch muß es so werden, sonst ist keine Hilfe diesseitsund jenseits. Die Erfüllung seines heiligen Willens allein ist dieganze Aufgabe alles Lebens, aller Weltgeschichte; sie ist dieverlorene Drachme des Evangeliums, sie muß gefunden werden,alles Andere wird mit dem Besen in das Kehricht gefegt.-
Dein treuer
Clemens.
An DrnsrUicn.
Lieber Franz!
Roblenj 8. April M6.
Unsere drei Jungfern: Hensel, Diepenbrock und Felgenhauer,haben nun ein halbes Jahr die Kranken im Hospital mit großerLiebe und Frömmigkeit, und selbst viele in der Stadt mit Pflegeder beschwerlichen Nachtwachen, bedient, ja selbst die Todten ausden Sälen getragen, mit den Sterbenden gebetet und viele,