Druckschrift 
2 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
94
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Ertrage des Katholiken wohlfeilen katholischen Bücherdruck zuunternehmen, was sehr leicht sein dürfte, so man sich bemühte,oder z, B. St. Urban die Hände böte, denen man Zuschußgäbe. Es wird dann Vieles zu machen sein.

Ich hätte lieber die Andrcäer gehabt, weil sie eine alteHandlung sind. Sie boten mir für ein Journal von 1500Abnehmern bei ausländischem Druck zwei Carolins Honorar geeBogen mit Anspruch auf Steigerung bis zu vier Carolins, soes sich besserte. Dieses wäre, den Jahrgang zu zwölf mal achtBogen gerechnet, den Bogen s zwei Carolins, 2123, zu dreiCarolins (wozu sie vielleicht gleich zu bringen wären, wenn siewüßten, daß von dem Katholiken die Rede ist) 3179 Gulden,man müßte sich bei wohlfeilerem Druck gleich mehr bedingen.In Hinsicht ihrer großen Solidität verdienten sie Beachtung undman wäre dann den ganzen Druck lös. Das andere Anerbietenerschien aber des Vortheils wegen annehmbarer, jedoch bleibtBeides zu beachten,, und lassen Sie diesen Brief gleich mitnöthiger Vollmacht an GörreS laufen, damit er erwäge undmit beiden zum Meistbietenden Unterhandlung anknüpfen; dennes ist gewissermaßen Gewissenssache, zum Besten der Intentionsich nicht länger betrügen zu lassen. Das Ganze au die Postzu-übergeben läuft Gefahr, weil das Journal durch Liebermannund Straßburg ausländisch ist, und auf der Post, als auslän-disch, bei dem kleinsten Unwillen dagegen von jeder Negierunggleich unterdrückt werden kann. Überhaupt, sagt mir Wingens,würde es sehr gut sein, den Druck- und Verlagsort ins Bayerischezu verlegen und es zu einem Organe der jetzt bessern bayerischenGesinnung zu erheben, wodurch es deutschen Schutz und größereWohlfeilheit des Druckes gewänne. Speyer, als Zwischenort,und mit Correctur von Weiß, wäre gut für den Druck.Gelänge es dem Katholiken, sich bei der jetzigen Regierung inBayern Achtung zu erwerben, so könnte ihm wohl Vieles dort