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22 (1852) Redgauntlet
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felter, und ich habe es begonnen, als sich zehnmal größereHindernisse entgegenthürmten. Habe ich meines BrudersBlut vergossen? Kann ich darf ich das Vater Unserbeten, da ich meinen Feinden und den Mördern nicht verge-ben habe? Gibt es einen Kunstgriff, den ich nicht ange-wandt, eine Entbehrung, der ich mich nicht unterzogenhabe, um die Krisis herbeizuführen, die ich jetzt eingetretensehe? Habe ich nicht Alles geopfert, da ich jeder Gemäch-lichkeit des gesellschaftlichen Lebens, da ich sogar den Hebun-gen der Religion entsagte, wenn ich in meinem Gebet mei-nen Fürsten und mein Vaterland nicht nennen durfte, unddieß alles nur, um der edlen Sache Anhänger zu erwerben? Habe ich alles dieß gethan, nur um jetzt auf einmal Allesaufzugeben?"

Darsie war im Begriffe, ihn zu unterbrechen, aber erlegte ihm die Hand liebevoll auf seine Schulter, und gebotihm, oder bat ihn vielmehr um Stillschweigen.Stille,"sagte er,du Erbe des Ruhms meiner Ahnen, Erbe allermeiner Hoffnungen und Wünsche, stille, Sohn meines er-schlagenen Bruders. Ich habe dich gesucht, und um dich ge-trauert, wie eine Mutter um ihr einziges Kind. Laß michdich nicht in dem Augenblicke wieder verlieren, wo du meinenHoffnungen zurückgegeben bist. Glaube mir, ich mißtrauemeinem heftigen Temperamente so sehr, daß ich als um daswertheste Geschenk bitte, es in dieser Krisis nicht aufzu-wecken."

Darsie erwiederte mit Freude, daß die Ehrfurcht vor sei-nem Oheim ihn bestimmen werde, Alles anzuhörcn, was erihm zu sagen habe, ehe er einen Entschluß fasse über die wich-tigen Gegenstände des Bedenkens, die er ihm Vorschläge-

Des Bedenkens!" wiederholte Redgauntlet ungeduldig,