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22 (1852) Redgauntlet
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rung an seines Vaters gewaltsamen Tod nnd seiner MutterUnglück."

„Ihr wäret also noch nicht geboren, als mein Vater um-kam?" fragte Darsie.

„Ach! nein," erwiederte sie, „auch wäret Ihr noch nichtei» Jahr alt. Es war auch nicht zu verwundern, daß meineMutter, die so erschütternde Sccncn erlebt hatte, eine unbe-siegbare Angst wegen ihrer Kinder empfand, und besonderswegen ihres Sohnes; um so mehr, als ihr Gemahl bei derBerichtigung seiner Angelegenheiten die Aufsicht sowohl überdie Person ihrer Kinder, als über ihre Güter, unabhängigvon denen, welche in der Confiscation begriffen waren, seinemBruder Hugo anvertrante, auf welchen er ein unbegränztesVertrauen setzte."

„Aber meine Mutter hatte keinen Grund, die Wirkungdieser gerichtlichen Handlung zu fürchten, da sie zu Gunsteneiner geächteten Person abgefaßt war," sagte Darsie.

„Richtig," erwiederte Lilias, „aber unsers Oheims Aech-tung konnte aufgehoben werden, wie so viele andere; unsreMutter, die ihn fürchtete und haßte, lebte darum in ewigerAngst, sie möchte den, welchen sie für den Urheber des Todesihres Gemahls hielt, kommen sehen, bewaffnet mit gesetzlicherGewalt, und fähig, sie anzuwenden, um ihre Kinder ihrem "Schutze zu entreißen. Obgleich ihrem Schwager, Hugo Red-gauntlet, immer noch die gesetzliche Gewalt abging, so fürchtetesie doch seinen kühnen und hartnäckigen Sinn, und war über-zeugt, daß er einen Versuch machen würde, sich der Personihrer Kinder zu bemächtigen. Auf der andern Seite wurdeunser Oheim, dessen stolze Gemüthsart vielleicht durch offenesVertrauen von ihrer Seite besänftigt worden wäre, gegen dasmißtrauische und argwöhnische Verfahren seiner Schwägerin