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22 (1852) Redgauntlet
Entstehung
Seite
506
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wünschte sehnlich, seine Reitpeitsche ein paar Mal auf Ian'sSchultern herumtanzen zu lassen. An eine solche Beruhigungseiner Gefühle war aber in diesem Augenblicke nicht zu den-ken, und Cristal Nixon machte seiner unangenehmen Lage so-gleich ein Ende, indem er den Reitern aufzubrechen befahl.Er selbst hielt die Mitte des Trupps, zwei Mann ritten vor,und zwei hinter ihm, deren Auge, wie es Darsle vorkam,stets auf ihn gerichtet war, um jedem Versuch zur Flucht zn-vorzukommen. Von Zeit zu Zeit wenn die gerade Liniedes Wegs oder ein Hügel cs ihm gestattete, konnte er be-merken, daß drei oder vier andere Reiter in der Entfernungvon ungefähr einer Viertelmeile ihnen folgten; unter diesenkonnte er die schlanke Gestalt Redgauntlet's unterscheiden, sowie das mächtige Ausgreifen seines gewaltigen schwarzen Ros-ses. Er zweifelte kaum, daß der Grün-Mantel mit dabei sei,obgleich er ihre Gestalt von den andern nicht unterscheidenkonnte. Auf diese Weise ritten sie von 6 Uhr Morgens bisbeinahe io Uhr, ohne daß Darsi'e mit irgend Jemand einWort gewechselt hätte, denn ihm widerte der bloße Gedanke,sich in eine Unterredung mit Christa! Nixon einzulaffen, gegenden er eine instinktartige Abneigung fühlte; auch war diedüstere und unfreundliche Gemüthsart dieses Dieners nichtvon der Art, daß er dadurch zu einer Annäherung ermuthigtworden wäre, wenn er auch Lust dazu gehabt hätte.

Endlich hielt man in der Absicht, sich zu erquicken, undanszuruhen; wie man aber bisher alle Dörfer und bewohnteOerter auf dem Wege vermieden hatte, so machte man auchjetzt bei einer jener großen verfallenen hochländischen ScheunenHalt, die man manchmal auf den Feldern findet in einigerEntfernung von den Pachthäusern, wozu sie gehören. Dochwaren an diesem einsamen Orte einige Vorbereitungen zu