lichcn Beweis besaß. Er kam also zu dem Schluß, daß erseine Freiheit annehme, und unter des Pater BuonaventuraGewährleistung zu Redgauntlct gehen wolle, denn diese würdeihn, wie er kaum zweifelte, gegen persönliche Unannehmlich-keiten schützen. Sollte er einmal dazu kommen, diesen Edel-mann zu sprechen, so fühlte er noch das nämliche Zutrauenzu sich, wie früher, daß er ihn von der Unbedachtsamkeit-sei-nen Benehmens würde überzeugen können, wenn er auchDarsie Latimers Freiheit nicht erwirkte. Auf alle Fälle würdeer erfahren, wo sich sein Freund befinde, und unter welchenUmständen.
Da Alan nun entschlossen war, so wartete er mit Begierdebis die Stunde zu Ende sei, die ihm zur Ueberlegung gestat-tet worden war. Er wurde keinen Augenblick länger auf dieFolter der Ungeduld gespannt, als bis die bestimmte Zeit ver-flossen war, denn so wie die Glocke schlug, erschien Ambrosiusan der Thüre der Gallerte und machte ein Zeichen, daß Alanihm folgen solle. Er that cs und trat, nachdem er, wie esin so alten Häusern gewöhnlich ist, mehrere verwickelte Gängedurchwandelt hatte, in ein kleines Zimmer, das bequem ein-gerichtet war, und worin er den Pater Buonaventura aufeinem Ruhebette liegend fand, in der Stellung eines vonKrankheit und Anstrengung erschöpften Menschen- Auf einemkleinen Tische neben ihm war ein katholisches Gebetbuch, einFläschchen mit Arznei und eine kleine Theetasse von chinesischemPorcellan. Ambrosius trat nicht in's Zimmer, sondern ver-beugte sich nur tief und verschloß die Thüre so leise wie mög-lich, sobald Fairford eingetreten war.
„Setzt Euch nieder, junger Mann," sagte der Pater mitdemselben Tone der Herablassung, der Fairford schon vorherin Verwunderung gesetzt, ja beleidigt hatte. „Ihr seid krank