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22 (1852) Redgauntlet
Entstehung
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Kapitän auf seinem Hinterverdcck, und war stets bereit, zuArmen und zu Reichen zu gehen. Der Laird zog seinen Hutso rasch vor dem geistlichen Herrn ab, als der arme Mannseine Mütze. Wenn das Auge ihn sah puh! Was Hab'ich jetzt damit zu schaffen? Er war in der That, wieVirgil sagt: Ein Mann, groß an Weisheit und Frömmigkeit.Aber er wäre wohl noch weiser gewesen, wenn er mich zuHause behalten hätte, statt mich in meinem is. Jahre aufdie Universität zu schicken, um die Gottesgelahrtheit zu stu-diren. Das war ein verdammter Mißgriff von dem altenManne. Ja, und Mrs. Cantrips von Kittlebasket (dennanders schrieb sie sich gar nicht) war unsre Cousine im fünf-ten Grad; die nahm mich deßhalb in Kost und Wohnungum 6 Schillinge die Woche, anstatt um 7; das war eineschlechte Ersparniß, wie sich nachher auswies. Doch ihr würde-volles Wesen hätte mich in Ordnung erhalten können, dennsie las nie ein Kapitel in der Bibel, außer in der CambridgerAusgabe bei Daniel gedruckt, und in gestickten Sammt ge-bunden. Mir ist's, als sähe ich sie noch! Und Sonntags,wenn wir statt Buttermilch ein Quart Zweipfennig-Bier zuunserer Suppe bekamen, wurde es immer in einem silbernenKruge aufgesetzt. Sie hatte auch eine in Silber gefaßteBrille, während die meines Vaters nur in Horn gefaßt war.Diese Dinge machten anfangs ihren Eindruck, doch gewöhn-ten wir uns bald an den Glanz. Nun, Sir! O Himmel!ich kann kaum in meiner Geschichte fortfahren, es steckt mirim Halse, ich muß cs in der That hinabflößen. Nun also,diese Dame hatte eine Tochter Jeß Cantrips, ein schwarz-äugiges, stattliches Ding und als ob's der Teufel hätteso haben wollen, da war die verdammte Treppe zum fünftenStock und ihr Fuß kam nie davon weg, ich mochte nun aus