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22 (1852) Redgauntlet
Entstehung
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land auch von weit höherer Geburt meistens gewohnt sind,bis zur Verweichlichung. Bei dem Menschen hält der Geistdie körperliche Schwäche auf, wie bei den Vögeln die Federnden Körper tragen. Aber diese Kraft hat ihre Gränze, undwie die Schwingen des Vogels endlich schwer werden müssen,so bricht bei fortgesetzter Anstrengung auch die geistige Kraftdes Menschen endlich zusammen. Als der Reisende durch dieStrahlen der bereits hochstehenden Sonne erweckt wurde,fühlte er fast unerträgliche Kopfschmerzen, nebst Hitze, Durst,stechende Schmerzen durch Rücken und Lenden, und andereAnzeigen eines heftigen, mit Fieber verbundenen Frosts.

Die Art, wie er den vergangenen Tag und die Nacht zu-gebracht hatte, welche für die meisten jungen Menschen vongeringen Folgen gewesen wäre, war für ihn bei seiner zärt-lichen Constitution und Erziehung von schlimmen, und sogargefährlichen Folgen begleitet. Er fühlte dieß, doch wollte erdie Symptome der Unpäßlichkeit bekämpfen, weil er sie vor-züglich der Seekrankheit zuschrieb. Er setzte sich auf das Ver-deck und schaute auf die Scene ringsumher, wie das kleineSchiff, das den Solway hiuabgefahren war, mit günstigemNordwind südwärts zu steuern begann, die Mündung desWampol-Flusses durchschlicht, und sich rüstete, die nördlichsteSpitze von Cumberlaud zu umsegeln.

Fairford fühlte sich aber im höchsten Grade unpäßlich, seineSchmerzen waren von einer entmuthigenden und niederdrücken-dcn Art, und weder der Criffel, der sich auf der einen Seitemajestätisch erhob, noch auf der andern Seite die entfernten,jedoch noch malerischen Umrisse von Skiddaw und Glaramara,konnten seine Aufmerksamkeit in dem Maaße fesseln, wie dießsonst bei schönen Scenen der Fall war, und besonders, wennsie etwas Neues und Ergreifendes hatten. Doch lag es nichtNedgaiuitlet. 28