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22 (1852) Redgauntlet
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nicht befürchte, daß er sie zum Aeußersten hinreißt, so möchtedoch dieses tollen Burschen unglückliches Wiedererkennen mei-ner Person, cs ihnen bedenklicher machen, Nachsicht gegen michzu üben, und ich darf ihre Geduld auf keine zu harte Probestellen. Machet Euch daher bereit, mich als Gefangener oderals Gefährte zu begleiten; wenn als das Letztere, so müßtIhr Euer Ehrenwort geben, keinen Versuch zur Flucht zumachen. Solltet Ihr den schlimmen Einfall bekommen, Euereinmal verpfändetes Wort zu brechen, so seid versichert, daßich Euch ohne das geringste Bedenken auf der Stelle tvdtniederstreckc."

Ich kenne Eure Pläne und Eure Absichten nicht, undkann sie nur für gefährlich halten. Ich bin nicht gesonnen,meine jetzige Lage durch einen unnützen Widerstand gegen dieüberlegene Gewalt zu erschweren; ich will aber auch nichtauf das Recht verzichten, meine natürliche Freiheit zu behaup-ten, sobald sich eine günstige Gelegenheit öffnet. Ich willdaher lieber Euer Gefangener, als Euer Bundesgenosse sein."

Das ist freimüthig gesprochen," sagte er,und doch nichtohne die listige Vorsicht eines Menschen, der in der gutenStadt Edinburg erzogen ist. Was mich betrifft, so will ichkeine unnöthige Härte gegen Euch ausüben, sondern im Gegen-theil Euch die Reise so leicht machen, als sich mit Eurer sichernBewahrung verträgt. Fühlt Ihr Euch stark genug zu reiten,oder zieht Ihr einen Wagen vor? Die erstere Art zu reisen,patzt besser für die Gegend, die wir durchziehen, aber Ihrhabt die Freiheit zu wählen."

Ich sagte:Ich fühlte meine Kraft allniählig znrückkehren,und ich zöge das Recken weit vor. Ein Wagen," setzte ichhinzu,ist so enge-"

Und so leicht bewacht," erwiedcrte Herries mit einem