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„Guten Tag, ihr Leute, guten Tag, Ew. Gnaden — Ver-kauft man hier Steckbriefe?"
Ich bemerkte, daß sich mein Freund (oder mein Feind)bei seinem Eintritt zurückzog, und sich so stellte als wünscheer der Aufmerksamkeit des Ankommenden zu entgehen. Soweit ich eS vermochte, that ich dasselbe, denn ich vermnthete,daß Mr. Pecbles mich erkennen würde, da ich mich nur zuoft unter dem Haufen der jungen Rechtsbcflisseuen befand,welche sich damit zu unterhalten pflegten, dem Peter Rechts-fälle zur Entscheidung vorzulcgen, oder ihm böse Streiche zuspielen. Doch war ich im Zweifel, ob es mir nützlich seinwürde seine Bekanntschaft zu benützen, um wo möglich eingerichtliches Zcugniß von ihm zu erlangen, oder ob cs besserwäre, ihm einen Brief anzuvertrauen, der mir sicherer zumeiner Freiheit verhelfen konnte. Ich beschloß daher, michnach den Umständen zu richten, und sorgfältig darauf zu ach-ten, daß mir nichts entgehen würde. Ich zog mich also soweit als möglich zurück, ja ich recognoscirte sogar die Thüreund den Gang, um zu sehen, ob eine Flucht durchaus unmög-lich wäre. Aber da stolzirte Cristal Nixon, dessen kleine,schwarze Basilisken-Augcn augenblicklich mein Vorhaben inden meinigen zu lesen schienen.
Ich ließ mich also, so weit wie möglich von allen Par-teien entfernt nieder, und horchte auf das Gespräch, das vielanziehender war als ich es erwartete, und in welchem PeterPeebles eine Hauptrolle spielte.
„Ist es hier, wo man Verhaftsbcfchle verkauft? — Steck-briefe, meine ich, ihr versteht mich schon," sagte Peter.
„Heh — eh — was!" sagte der Richter Foxley; „wasmeint der Kerl? — Wofür verlangt Ihr einen Verhaftsbefehl?"
„Um einen jungen Advokaten festsehen zu lassen, der