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22 (1852) Redgauntlet
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und wie ich glaube mit so vieler Vorsicht behandelt wurde,als nur meine Lage es erheischte, ward mir endlich erlaubtdas Bett, aber nicht die Stube zu verlassen. Nun war ichschon eher im Stande, einige Bemerkungen über den Ort zumachen, wo ich gefangen gehalten wurde.

Dem Anseben und den Möbeln nach, glich das Zimmerder besten Stube in einem Pachterhaus; die Fenster ge-währten, vom zweiten Stockwerk herab, die Aussicht in denHof, der mit allerlei Geflügel bevölkert war. Die nöthigenWirthschaftsgebäude befanden sich iin Hofe. Ich konnte dasBrauhaus und die Scheune unterscheiden, auch hörte ich voneinem entfernteren Gebäude her das Brüllen des Viehs undandere ländliche Töne, die ein großes, wohlversehenes Pach-terhaus verriethen- Der Anblick sowohl als die Töne warengeeignet, die Furcht vor einer persönlichen Gcwaltthat zu ver-scheuchen. Doch schien das Gebäude alt und fest zu sein, einThcil des Daches war mit Zinnen versehen, und die Mauernwaren ungeheuer dick; endlich merkte ich noch zu meinemVerdrusse, daß die Fenster des Zimmers, erst vor Kurzem miteisernen Stangen verwahrt worden waren, und daß die Die-ner, welche mir Speisen brachten oder andere häusliche Diensteleisteten, immer die Thüre wieder zuschloffen, wenn sie weg-gingen.

Die Bequemlichkeit und Reinlichkeit meiner Stube warächt englischer Art, so wie ich sie nie auf dem andern Uferder Tweede sah, das sehr alte Getäfel, woraus der Fußbodenund das Gesimse bestand, mar mit einem Fleiße gescheuert,den eine Schottländerin kaum ihrem kostbarsten Möbel schenkt.

Die Zimmer, welche zu meinem Gebrauch bestimmt waren,bestanden in einer Schlafstube, einem anstoßenden kleinenWohnzimmer, mit welchem ein noch kleineres Kabinet in Ver-