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Drohungen ward; meine Versprechungen schienen mehr Ein-druck zu machen, denn sie flüsterten zusammen als schwanktensie, so daß ich meine Anerbietungen wiederholte und ver-größerte. Aber ein Reiter, der plötzlich erschien, und den Fuß-gängern Schweigen gebot, näherte sich dem Fuhrwerke undsagte mit starker entschlossener Stimme: „Junger Mann, essoll Euch persönlich nichts zu Leid geschehen. Wollt Ihr Euchstill und ruhig verhalten, so könnt Ihr auf gute Behandlungzählen; versucht Ihr es aber, diese Leute von ihrer Pflichtabwendig zu machen, so will ich solche Maßregeln ergreifen,um Euch zur Stille zu bewegen, daß Ihr den längsten TagEures Lebens daran denken sollt."
Ich glaubte die Stimme zu kennen, welche diese Drohun-gen ausstieß; aber in meiner Lage konnte mein Gedächtnißnatürlich nicht sehr zuverlässig sein. Ich begnügte mich alsozu antworten: „Wer Ihr auch sein möget, der mit mir
spricht, so nehme ich ja nur das Recht des niedrigsten Ge-fangenen in Anspruch, den man gesetzlich keinem größerenZwange unterwerfen kann als der zur Sicherung seiner Per-son nöthig ist. Ich bitte nur, daß die Banden, welche michso grausam einzwängen, losgebnnden wo nicht ganz wegge-uommen werden möchten."
„Ich will die Banden loser binden," antwortete der schonerwähnte Sprecher; „ja, ich will sie sogar ganz wegnehmenund Euch gestatten, Euere Reise auf eine anständigere Weisefortzusetzen, wenn Ihr mir Euer Ehrenwort geben wolltnicht zu entfliehen."
„Nie!" rief ich mit einer Kraft aus, wozu nur die Verzweif-lung allein mich fähig machte, — „ich will mich nie demVerluste meiner Freiheit länger unterwerfen, als die Gewaltmich dazu zwingt."