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noch einen Thcil der darauf folgenden Nacht dauerte. Erwar nicht immer gleich tief; denn meine Riickerinnernng daranpaart sich mit vielen Traumgestalten, alle peinlich und schwer,aber auch zu ungewiß und zu unbestimmt, als daß ich michihrer jetzt deutlich erinnern könnte. Endlich kam der Augen-blick des Erwachens, meine Lage, meine Gefühle warenentsetzlich.
Ein tiefes Stöhnen, das ich in der Verwirrung meinerSinne, für das Geschrei der Aufrührer hielt, war das Erste,das ich wieder vernahm; dann bemerkte ich, daß ich in einemWagen sehr schnell fortgeführt ward, dessen ungleiche Bewe-gung mir heftige Schmerzen verursachte. Als ich es versuchte,meine Hände auszustrecken, um ein Mittel zu finden, michdiesem Leiden zu entziehen, so fand ich, daß ich noch immerwie früher gebunden war; da trat mir die schreckliche Wirk-lichkeit vor Augen, daß ich mich in den Händen der Menschenbefände, die sich erst vor Kurzem so schwer an fremdem Ei-genthum vergriffen und mich nun rauben oder gar ermordenwollten. Ich öffnete die Augen — umsonst — alles umherwar in Dunkel gehüllt, denn ein voller Tag war seit meinerGefangennahme verstrichen. Eine entmuthigende Krankheitlastete ans meinem Hanpte — mein Herz glühte, währendmeine Füße und Hände wegen des gehinderten Blutumlanfsvor Kälte erstarrten. Mit der größten Mühe und mir nachund nach erlangte ich wieder die Kraft, die äußeren Töneund Umstände zu beobachten; aber als ich es wieder ver-mochte, da stellte sich wenig Tröstliches dar.
Mit der Hand umhertappend, so weit die Banden es er-laubten, und mit Hülfe eines zufälligen Mondschimmers, be-merkte ich, daß das Fuhrwerk, in welchem ich forgeschlepptwurde, eins von den leichten Bauernwägelcin war, wie sie im