203
wenn ich mich kaufmännisch ausdrücken soll, deinen Ladeneröffnet; du glaubst nun ohne Zweifel, der Boden der Ge-richtshöfe wäre mit Guineen bestreut, und du dürftest dir nurdie Mühe geben, dich zu bücken, um sie zu sammeln."
„Ich fühle wohl, Vater," sagte ich, „daß es mir noch anWissen und an Uebung fehlt, und daß ich vor Allem strebenmuß, sie zu erlangen."
„Wohl gesprochen," antwortete mein Vater; doch weil erstets fürchtet, zu sehr aufzumuntern, so fügte er hinzu, „wohlgesprochen, Alan, wenn du nämlich auch darnach handelst.Nach Kcnntniß und Uebung streben, das ist der rechte Wahl-spruch. Du weißt aber, Alan, daß in der andern Facultät,wo man die Lrs meäenäi studirt, die jungen Voctore8, ehesie vor dem Krankenbette, in Pallästen stehen, wie sie sich aus-drücken, die Hospitäler besuchen müssen, daß sie erst den Laza-rus von seinem Aussätze heilen müssen, ehe sie dazu gelangen,dem Dives etwas gegen Gicht oder Magenschwäche verschrei-ben zu dürfen.-"
«Ich bin es überzeugt, Sir, daß — "
„Still — unterbrich das Gericht nicht — Gut — so habenauch die Wundärzte den löblichen Gebrauch, daß sie ihreLehrlinge und Geholfen sich an empfindungslosen, tobtenKörpern üben lassen, denen sie, wenn auch nichts Gutes, dochauch keinen Schaden zufügen können. Auf der andern Seiteaber erlangt der Gehülfe oder der Lehrling eine gewisse Fer-tigkeit und Uebung, und lernt nach und nach einem lebendenGegenstand, einen Arm oder einen Fuß, so glatt abzuschneiden,wie du eine Zwiebel schälst."
„Ich glaube Sie zu verstehen, Sir," erwiederte ich, „undwäre nicht eine besondere Verbindlichkeit — "