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22 (1852) Redgauntlet
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führliche Erzählung schrieb. Dann wurden wieder Plänegeschmiedet, wie ich cs anstellen müßte, um die liebliche Liliaszu sehen, auch wohl zuweilen ich glaube eben des Wider-spruchs wegen trotz Josua's Vorurthcile ein wenig geangelt,da ich, seitdem ich Fortschritte in dieser Kunst gemacht habe,auch mehr Freude daran finde.

Und nun, mein theurer Alan, da du mein ganzes Gchcim-niß besitzest, so laß mich auch eben so frei in alle Falten deinesHerzens schanen. Was fühlst dn für dieses schöne ixnis-luus, für diese Lilie in der Wüste? Sag' es mir tren undoffen, denn wie lebhaft sich auch ihr Bild meinem Gemütheeingeprägt haben mag, meine Liebe zu Alan Fairford über-trifft doch weit meine Liebe zu dem Mädchen. Auch weiß ichwohl, daß wenn du liebst, es geschieht:Einmal zu liebenund nicht mehr."

Wenn sich einmal eine tief verzehrende Leidenschaft ineiner kräftigen Brust, wie die deinige, entzündet, dann ver-lischt sie nur mit dem Lebenslichte. Ich bin von verschieden-artigerem, flüchtigerem Gemüthe, und obschon ich deine Ant-wort mit zitternder Hand und mit ungewissem Herzen erbrechenwerde, so sollst du sehen, daß wenn sie mir ein offenes Ge-ständniß bringt, daß diese schöne Unbekannte einen tieferenEindruck auf dich gemacht hat, als ich von deiner Ernsthaftig-keit erwartete, daß ich den Pfeil sammt seinem Widerhakenmit eigenen Händen aus meiner Wunde reißen kann. Unter-dessen werde ich, verlasse dich darauf, keinen Schritt zurAusführung der Pläne thun, die ich mir entworfen habe, umsie zu sehen. Ich habe es bis jetzt unterlassen, und ich gebedir mein Ehrenwort darauf, ich werde es ferner thun. Dochwas bedarf es fernerer Versicherungen von einem Manne, derso ganz dein eigen ist, wie dein D- L.