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22 (1852) Redgauntlet
Entstehung
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Frauen verbeugten sich tief, bis sie sich auf einen Stuhl nie-derlicß, der achtungsvoll fern von den übrigen'gestellt wor-den war.

Dann entstand eine Pause, bis endlich die geschäftige Cere-monienmeisterin mit schüchterner, aber herzlicher Höflichkeit derjungen Lady ein Glas Wein anbot, welches diese erst ablehnte,dann nur in so fern annahm, daß sie sich gegen die sämmt-liche Gesellschaft verneigte, und ihnen sämintlich Gesundheitund Freude wünschte; hierauf berührte die schöne Besucherinden Rand des Glases mit ihren Lippen und stellte es wiederauf den Teller hin. Wieder eine Pause entstand, und so ver-wirrt hatte mich die unerwartete Erscheinung gemacht, daß ichnicht daran dachte, daß es mir zukäme, sie zu unterbrechen.Endlich entstand ein allgemeines Murren, da man der frühe-ren Unterredung zufolge erwartete, daß ich den Reigen be-ginnen, ja sogar ausführen sollte.

»Der Teufel steckt in dem Geigersbubcn," brummte manvon mehr als einer Seite herhat einer je einen so un-verschämten Fiedler gesehen?"

Endlich schrie mir ein ehrwürdiger Tritone, der seinenVorstellungen mit einem tüchtigen Schlag auf die SchulterNachdruck gab, laut zu:Auf den Tanzboden auf den Tanz-boden, zeigt wie Ihr springen könnt schaut doch, wie dieMädchen warten!"

Ich fuhr in die Höhe, sprang von dem erhöhten Sitze,der unser Orchester vorstellen sollte, hinab, ordnete meine Ge-danken so schnell wie möglich, nahete mich dem obern Endedes Zimmers, und statt meine Hand der oben erwähnten weiß-füßigen Thetis zu reichen, faßte ich mir ein Herz, und bot sieder Lady von Grünmantel an-

Die lieblichen Augen der Nymphe schienen sich ob der