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22 (1852) Redgauntlet
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Kessel mit Bral»itweinpiinsch einnahmen, ordneten sich dieJüngeren, und riefen dem Willie, ihnen aufzustrcichen.

Nach einer mir gegebenen Ermahnung:meinem RufeEhre zu bringen, denn die Fischer hätten gute Ohren, wennauch die Fische keine hätten," fing Willie kräftig zu geigenan, und ich accompagnirte ihn, wie es schien, gar nicht zuseinem Mißfallen, denn er gab mir hier und da einen beifäl-ligen Wink. Die Tänze bestanden meistens in schottischenBauerntänzen, Walzern und dergleichen; fehlte es den Theil-nehmen, auch an Anmuth, so ersetzte sie doch der richtige Takt,die Kraft und die Gewandtheit des Schrittes, und die denNordländern eigene Beweglichkeit in reichlichem Maaße. Auchmeine Freude stieg mit der allgemeinen Fröhlichkeit, durchWillie's musterhaftes Spiel und durch sein häufig wiederhol-tes:brav gemacht, lieber Schatz, recht brav." Ja, ichmuß es gestehen, ich empfand bei dem ländlichen Feste einbedeutend größeres Vergnügen, als auf den steifen Bällenund Conzerten, die ich in Eurer hochberühmten Stadt besuchte.Vielleicht kam cs auch'daher, daß ich der Ton angebendenDame von Broken-Burn wichtiger sein mochte, als ich esder weitberühmten Miß Nickie Murray, der Königin EurerEdinburger Feste je sein konnte. Die Person, welche ichmeine, war eine niedliche Dame von ungefähr 30 Jahren,ihre Finger waren mit vielen silbernen und 3 4 goldenenRingen geziert; unter ihren vielen blauen, weißen und schar-lachroten Unterröcken erblickte man bis weit über dem Knöchelihren schön geformten Fuß in den feinsten weißen Strümpfenvon Lammwolle und Corduanschuhen mit silbernen Schnallen.Sie schien mir in Gnaden gewogen, und äußerte :der wackere,junge Gentleman sollte sich nicht zu todt geigen, sondern auchein paar Mal mit herumtanzen."