Druckschrift 
22 (1852) Redgauntlet
Entstehung
Seite
149
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eine Sehnsucht nach jener freundlichen Güte, welche die Seeleder menschlichen Gesellschaft ist, die mich verleitete, für denAugenblick meine Wohnung zu Mount Sharon aufzuschlagen;aber die Einförmigkeit des Lebens dort, die ruhige Einfach-heit in der Unterhaltung der Geddeffe, die Gleichförmigkeitihrer Beschäftigungen und Unterhaltungen ermüdeten meinungeduldiges Gemüth, und so benützte ich die erste Gelegen-heit, welche der Zufall mir darbot, ihr zu entgehen.

Was hätte ich nicht darum gegeben, wenn ich im Standegewesen wäre, das ernste, feierliche Gesicht anznnehmen, mitwelchem du so oft deinen Ausgelassenheiten eine gewisse Würdeverliehest! Du besitzest eine so glückliche Art und Weise diethörichtesten Dinge auf die weiseste Manier zu thun, daß deineThorheiten selbst in den Augen der Vernunft für vernünftigeDinge gelten könnten.

Als ich die Richtung beobachtete, welche mein Führer nahm,so fing ich an zu fürchten, die Schlucht vor Broken-Burnmöchte unser wahrscheinlicher Bestimmungsort sein, und ichüberlegte es ernstlich, ob ich mich mit Anstand, ja ob ich michsogar mit Sicherheit der Gastfreundschaft meines früherenWirthcs aufdrängen könnte. Ich frug also den Willie, obwir zum Laird, wie die Leute ihn nennen, bestellt wären.

»Kennt Ihr den Laird?" sagte Willie, indem er eineOuvertüre von Corclli unterbrach, von der er einen Theilmit großer Genauigkeit gepfiffen hatte.

»Ich kenne den Laird nur wenig," sagte ich,und eben dcß-wegen bin ich ungewiß, ob ich verkleidet sein Haus betretensollte.«

Und ich, ich würde mich nicht nur ein bischen, sondernviel besinnen, ehe ich Euch mitnehmen würde, Bürschchen,"sagte der wandernde Willie, »denn ich glaube fast, ohne zer-