Geddes von dort aus sagen zu lassen, daß ich diesen Abendnicht nach Hause kommen würde. Aber der Minstrel schlugauch diese Einladung aus. Er wäre für heute Nacht zu ei-nem Tanz in der Nachbarschaft versprochen, sagte er, indemer dabei einen derben Fluch über die Nachlässigkeit oder Faul-heit seines Gefährten ausstieß, der immer noch nicht an dembestimmten Ort erscheinen wollte.
„Ich will statt seiner mit Euch gehen," sagte ich in einemAnflug toller Laune, „und Ihr sollt einen Kronenthaler haben,wenn Ihr mich für Euren Kameraden einführen wollt."
„Ihr, statt Rob dem Landläufer, mich begleiten! Wahr-haftig Freund, Ihr seid nicht blöde," antwortete der wan-dernde Willie in einem Tone, der meinem Schwank denUntergang drohte.
Aber Maggie, der das Bieten eines Kronenthalers nichtentgangen war, fing an über dieses Thema eine mürrischeLektion zu lesen. „O Willie! liebster Willie, wann wirst dueinmal vernünftig werden? Da gibt es eine Krone zu ver-dienen, wobei du nichts mehr zu thun hast, als einem Manneden Namen eines andern zu geben. Und weh' mir! Ich habeweiter nichts als einen Schilling, den der Herr mir gab, undeine Scheidemünze; und du willst deinen Eigensinn nicht ein-mal so weit beugen, das Silber aufzuheben, das dir zu Füßenfällt. Du wirst wie ein Karrengaul auf dem Mist sterben!Und was kann ich dann Besseres thun, als mich niederlegenund mitsterben? Denn du willst weder dich noch mich amLeben erhalten."
„Halt' deine unsinnige Zunge, Weib," sagte Willie, dochweniger bestimmt als vorher, „ist er denn ein wirklicher Gent-leman, oder ein verstellter?"