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22 (1852) Redgauntlet
Entstehung
Seite
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Der einzige aus dem Trio, den ich persönlich kannte, warder berüchtigte kleine Benjie, der, da er eben seinen Gesangbeendigt hatte, mit der einen Hand ein mächtiges Stück Schwarz-brod in den Mund stopfte, während er in der anderen einenschäumenden Krug hielt- Dabei sprühten seine Augen vor Lustbei dem heimlichen Gelage, und seine Züge, die stets einenboshaften Ausdruck haben, »erriechen völlig, wie süß gestohle-nes Wasser und Brod, geheim gegessen, sei.

Im Stand der Mannsperson und des Frauenzimmers, diedem Benjie bei seinem fröhlichen Mahle Gesellschaft leisteten,konnte man sich nicht irren. Des Mannes langer, lose anlie-gender Ueberrock, der Kasten der Geige mit dem Tragriemen,der neben ihm lag, und ein kleiner Schnappsack, der einigewenige nothwendige Dinge enthalten mochte; ein klares grauesAuge; Züge, die Spuren stürmischer Kämpfe tragend, dennochden Ausdruck wilder, sorgenloser Freuden bezeugten, und welchejetzt von der Ausübung der Kunst erhitzt waren, die ihm sei-nen Lebensunterhalt verschaffte alles verkündigte einen derperipathetischen Jünger des Orpheus, die man im gemeinenLeben wandernde Bierfiedler nennt. Als ich ihn aufmerksamerbetrachtete, bemerkte ich deutlich, daß, wenn schon die Augen-lieder des armen Musikers offen standen, de» Augen selbstdoch das Licht fehlte, und daß die Entzückung, mit welcherer sie gen Himmel wendete, nur von dem anscheinenden Aus-druck seiner inneren Bewegung herkam, daß aber die sichtba-ren Gegenstände rings umher ihnen keinen Stützpunkt ver-liehen. Neben ihm saß seine weibliche Gefährtin, gekleidet ineinen Männerhut, einen blauen Ueberrock, der ebenfalls ein-mal einer männlichen Garderobe angehört haben mochte, undin einen rothen Leibrock. Sie war in Person und Kleidernreinlicher, als cs bei Wanderern dieser Art gewöhnlich der