welchen die Güte der Vorsehung die Erde zum Besten derMenschen bevölkerte, sondern darin, daß man ans ihren Leideneinen Gegenstand des Vergnügens und des Genusses macht.Ich betreibe diese Fischerei, nemlich das nvthwendige Fangen,Tobten und Verkaufen der Fische gerade so, wie ich, wennich ein Pachter wäre, meine Lämmer zu Markt schicken würde.Doch würde ich eben so leicht darauf verfallen, Freude amMetzgerhandwerk zu finden, wie an dem eines Fischers."
Wir berührten diesen Punkt nicht weiter; denn wenn ichschon seinen Grnnd für allzu streng hielt, so sprach mich dochmein Gewissen von jeder andern Freude, außer der an derTheorie der Feldjagd frei; darum fühlte ich also keinen Be-ruf in mir, eine Beschäftigung, welche mir noch so wenigFreude gewährt hatte, zu vertheidigen.
Wir waren während der Zeit an den Ueberbleibseln desalten Wegweisers vorbeigekommen, den mein Wirth vorherals Markstein bezeichnet hatte. Ich ging über eine verfallenehölzerne Brücke, welche auf langen, krückenähnlichen Pfostenruhte, während mein neuer Freund Strom aufwärts einesichere Furt zum Durchreiten suchte; denn der Strom warbedeutend angeschwolle».
Als ich ihn am jenseitigen Ufer erwartete, beobachtete icheinen Angler, welcher eine Forelle nach der anderen fast soschnell fing, als er die Schnur auswarf. Ich gestehe, daß ichmich trotz meines Freundes Josna's Vorlesungen über Huma-nität nicht enthalten konnte, seine Gewandtheit und seinenguten Erfolg zu beneiden; so natürlich ist unserem Gemüthedie Liebe zur Jagd, oder wir gewöhnen uns vielmehr so leichtdaran, einen glücklichen Erfolg der Feldjagd mit einer Idee»on Vergnügen und mit dem Lob, welches der Gewandtheitund Geschicklichkeit gebührt, zu verbinden. Bald erkannte ich