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22 (1852) Redgauntlet
Entstehung
Seite
80
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hatte keine Neigung, die Unterhaltung zu eröffnen. Ich warbisher mit keinem Anhänger dieser Sekte in Gesellschaft ge-wesen, und um zu vermeiden, in der Anrede, ohne es zu wis-sen, gegen eines ihrer Vorurtheile oder Eigenheiten anzustoßen,schwieg ich lieber stille. Zuletzt frug er mich, ob ich schon langeim Dienste des Lairds, wie man ihn nenne, stände.

Zch wiederholte die Worte:in seinem Dienste?" mit ei-nem Ausdruck des Erstaunens, welcher ihn zu sagen bewog:Nein, Freund, ich wollte dich nicht beleidigen, vcrmuthlichhätte ich mich besser ausgedrückt, wenn ich gesagt hätte, inseiner Gesellschaft ein Bewohner seines Hauses meineich?«

Ich kenne den Mann, von dem ich mich eben trennte,gar nicht," sagte ich,und unsere Bekanntschaft war nurvorübergehend. Er war so gütig, mir den Weg von denDünen zu zeige», und mir eine Nachtherberge gegen den Sturmzu gewähren. Damit fing unsere Bekanntschaft an, und wahr-scheinlich wird sie auch damit enden; denn Ihr werdet wohlbemerken, daß unser Freund keineswegs geneigt scheint, Freund-schaftsbündnisse anzuknüpfen."

Um so viel weniger," antwortete mein Gefährte,als das,glaube ich, das erste Mal ist, daß er einen Fremden in sei-nem Hause aufnahm; nemlich, wenn du wirklich die Nachtbei ihm zubrachtest."

Warum zweifelt Ihr daran?" erwicderte ich,welchenGrund konnte ich haben, Euch hintergehen zu wollen? auchist ja die ganze Sache der Mühe nicht wcrth."

Sei nicht böse auf mich," sagte der Quäker,aber duweißt, daß dein eigenes Volk sich nicht an die einfache Wahr-heit bindet, wie wir es in der Demuth unseres Herzens zuthun streben, sondern daß es die Sprache der Falschheit nicht