Druckschrift 
22 (1852) Redgauntlet
Entstehung
Seite
59
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kalb, das in einem erlöschenden Waldfeuer Miltons Pande-monium entdeckte, seit dem ersten erfinderischen Knaben, derSeifenblasen aus Wasser und Seife blies, hast du, meinbester Freund, den höchsten Grad der Kunst erlangt, auseinem Nichts Geschichten zu schmieden. Hättest du imAmmenmärchen die Bohne zu pflanzen gehabt, du würdestes schon beim ersten Keimen errathen haben, daß auf demGipfel das Riesenschloß seine Wälle erheben würde. Alles,was dir begegnet, erhält von deiner lebhaften Borstellungs-gabe einen Anstrich des Wundervollen und Erhabenen. Hastdu wohl schon ein LIsuüe-I.orrsii>-Glas gesehen, wie dieKünstler es nennen, das der ganzen Landschaft, welche mandadurch sieht, einen ganz eigenen Anstrich verleiht? Dir er-scheinen nun die gewöhnlichen Begebenheiten durch eben solch'ein Zauberglas.

Ich habe die kaots, welche dein langer Brief enthält,sorgfältig geprüft, und siehe da, ich finde sie sehr ähnlich mitdenen, die einem kleinen Taugenichts von der hohen Schulebegegnen könnten, der am Strande der Leith spahieren ging,Hosen und Schuhe durchnäßte, und zuletzt aus Mitleid voneinem Fischerweibe heimgetragen ward, welche während derZeit dem Taugenichts flucht, der ihr die Mühe verursacht.

Ich bewundere die Figur, die du gemacht haben mußt,als du, um dein theures Leben zu fristen, dich an den Rückendes alten Gesellen anklammertest deine Kinnbacken schnat-ternd vor Furcht, deine Muskeln krampfhaft bewegt vor Angst.Noch eher möchte das abscheuliche Abendessen von geröstetemSalm (das mir auf ein Jahr lang den Alp zuziehen könnte)ein wirkliches Unheil genannt werden; aber was den Sturmvon Donnerstag (denn da war es, glaub' ich) betraf, so tobte,heulte, lärmte und stöhnte er eben so arg in den alten Schorn-