Druckschrift 
22 (1852) Redgauntlet
Entstehung
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obschon diese ganz richtige Bemerkung meine Gedanken durch-kreuzt, vbschvn ich gestehen muß, daß aoo Pfund jährlichesEinkommen jetzt, 800 in Zukunft und Gott weiß, wie vielHunderte noch künftig eine ganz hübsche und annehmlicheSache stnd, so gäbe ich doch gerne die Hälfte dieser Summedarum, deinen Vater Vater nennen zu können, sollte ermich auch stündlich meiner Trägheit wegen zanken, und dich,mein Alan, meinen Bruder, wenn auch die Verdienste die-ses Bruders die weinigen gänzlich verdunkeln würden.

Oft kömmt mir der schwache, unwahrscheinliche Gedankeein, daß dein Vater mehr von meiner Geburt und von mei-nen Verhältnissen weiß, als er sagen will; es ist doch höchstunwahrscheinlich, daß man mich in einem Alter von 6 Jahrenin Edinburg gelassen habe, ohne andere Empfehlung, als dieregelmäßige Zahlung meines Kostgeldes an den alten M. inder hohen Schule. Von wem, was früher geschah, erinnerteich mich nur, wie ich dir schon sagte, einer unbegränztenNachsicht von Seite meiner Mutter und der tyrannischstenAusübung meiner Launen von der weinigen. Ich erinneremich immer noch, wie bitterlich sie seufzte, wie vergebens siemich zu besänftigen suchte, wenn ich mit aller Energie desDespotismus wie zehn Kälber um eine Sache schrie, die manmir unmöglich verschaffen konnte. Sie ist dahin, die liebende,schlecht belohnte Mutter! Ich erinnere mich der langen Ge-sichter der finsteren Stube der schwarzen Umhängedes geheimnißvollen Eindrucks, den die Trauer- und Leichen-wagen auf mein Gemüth machten und wie schwer es mirward, das Alles mit dem Verschwinden meiner Mutter zu-sammcnzuräumen. Ich wüßte nicht, daß ich vor dieser Bege-benheit eine Idee vom Tode gehabt hätte, oder daß ich nurvon dem nothwendigen Ende aller lebenden Geschöpfe hätte