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1 (1845)
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zur Thcilnahme an dem Leichenbegängnisse der Cardinälc tingelnden. 'Diese Manche aber vergasten nach nnd nach den Geist ihres Stan-des und verfielen in Schlaffheit. Darum spaltete sich auch dieserOrden durch mancherlei Reformen in Conventualen und Ob-servanten, welche sogar verschiedene Kongregationen bildeten. Erstdem Ordcnsgcncral Angelus von Azovelli gelang es, wiederalle Klöster des Ordens mit einander zu vereinigen.

Tic verschiedenen, theilS versuchten, thcils nicht ans lange ein-geführten Verbesserungen anfznzählen, kann unserem Zwecke um soweniger entsprechen, als keine derselben etwas ErwähnnngSwertheödarbictet. Genannt zu werden verdient daher bloS die des strengenEiferers Bcrnardin von Rieeiolini, der mit einigen gleich-gesinnten Vätern die längst verlassenen Klausen und Höhlen deSMonte-Sanario wieder bezog. Das leere Kloster ward bald bevöl-kert nnd erhielt mit Bewilligung des Papstes Clemens VIII. denNamen der heiligen Einsiedelei von Monte-Sanario.Treu den Satzungen der ursprünglichen Observanz bildeten sie eineKongregation der Einsicdler-Serviten oder Dienerder heiligen Jungfrau von Monte-Sanario. Sie tru-gen schwarze Röcke mit schwarzen Skapulicren, nebst einer schwarzen,nicht ganz spitzigen Kapuze nnd ledernen Sandalen. Diese Congre-gation nun verbreitete sich schnell über Deutschland und Italien, wosic selbst nach der durch Luther veranlasttcn Kirchenspaltung nochviele Klöster zählte.

Von den Gelehrten dieses Ordens ist wohl Paul Sarpi derberühmteste. Von ihm haben wir eine Geschichte des TridcntinischcnConeiliumS, auf deren Titel er sich Pietro Soave Polanonennt, was eine Versetzung der Buchstaben seines wahren NamenSPaolo Sarpi Veneto ist; auch Philipp FerrariuS gehört diesem Or-den an, dessen General er war. Er war besonders in der Mathe-matik, die er zu Padua 48 Jahre lang lehrte, sehr tüchtig, standbei den Päpsten Clemens VIII., Paul V. und Urban VIII. in großem

> Bei dem Trauergottesdienste für die Cardinäle singen' die Dominikanerdie Todtenoesper, die Frauziskauerbarfüßer die erste Noktnrn der Mette; dieAugustiner die zweite Nokturu, die Karmeliten die dritte, und die Serviten dieraudes.