Druckschrift 
1 (1845)
Entstehung
Seite
387
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Barfüßer zu gründen. Neu 1607 an wurden schon neue Klösterzu Marseille, "Paris, St. Germain, TaraScon, Avi-gnon n. s. w. errichtet, welchen sofort Ludwig XIII. das Privilegiumerthcilic, unbewegliche Güter zu besitzen. Auch bis nach Savoyendrang diese Verbesserung, und ihre Klöster waren bald zahlreichgenug, um in drei Provinzen Paris, Dauphin«! und Provenee gctheilk werden zu können.

Obwohl die Verbesserung sämmtlicher Congregationeu ihrerQuelle nach nur Eine ist, so unterscheiden sieh die spanische, dieilalicnisch-dentschc und die französische doch merklich von einander.Tie spanische Eongregation verbreitete sieh auch nach Ostindien, «rufdie philippinischen Inseln, »ach Westindien, nach Japanund Rom und all' ihre Anstalten sind des strengen, ernstenGeistes voll. Sic haben, wie die Karmeliten, in jeder Provinz eineinsames Kloster, in dessen Nähe sich eine Einsiedelei befindet, wo-hin sich diejenigen Mönche, so nach einer bcsondern Vollkommenheitstreben, zurückziehcn; hier üben sie dann die härtesten Kasteiungenund Abtödtnngen, genießen weder Fleisch, Fische noch Eier undmüssen sich ihr dünnes Essen aus dem Kloster bringen lassen. Inden Klöstern selbst fastet man außer den Kirchcnsastcn noch vonKreuzcrhöhung bis Weihnachten, von Septnagesimä bis Ostern jedenMittwoch, Freitag und Samstag und noch an den Vigilien mancherOrdcnSfeste. Das Stillschweigen wird gleichfalls sehr streng beob-achtet; die Ordenstracht besteht in einer schwarzen engen Kutte mitstumpfer Kapuze, einem sehr langen schwarzen Mantel und Flccht-schuhcn. Die Italiener und Franzosen sind milder in ihren Obser-vanzen, und die Letzteren unterscheiden sich von den Kapuzinern fastnur durch die schwarze Farbe und den ledernen Gürtel, indemauch sic den Bart stehen lassen, und, wie die Italiener, eine spitzigeKapuze tragen. Es gibt auch in einer jeden dieser Eongregationcnzweierlei Arten von Laienbrüdern; die einen werden Eonvcrsi, dieandern Commissi genannt. Die Ersteren tragen eine Kapuze, dieLetzteren einen Hut.

Was den gegenwärtigen Bestand des Augnstincrordens anlangt,so haben die Augustiner-Eremiten ihr HaupthanS zu Nom,wo sie zur Zeit drei Häuser (St. Augustin, der Sitz des Generals

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