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aufnehmen lassen, mußte zu Vertheidiguug des christlichen Glaubens,zu Werken christlicher Liebe und zur Keuschheit sich verpflichten.Kleidung durfte Jeder nach Belieben wählen, nur mußte er einenschwarzen Bruststreif mit Kapuze tragen. Gebet, Schweigen, gemein-sames Speisen war auferlegt. Der Abt von Cistcaur setzte überdie Genossenschaft einen Abt als geistlichen Obern. Die Wahl desMeisters aber erfolgte nach den Vorschriften für Ordenswahlen derCistcreienser. Der Gewählte hatte dem König, dem Papst und demAbt von Cisteaur zu gehorchen, und dessen Orden stand dergestaltüber der ritterlichen Genossenschaft, daß ans dem Wege bei demZusammentreffen mit einem Cisterzicnser der Ritter vom Pferd steigen,um seinen Segen bitten und ihn weiter begleiten, auch der Haupt-mann eines Schlosses dem Vorübergehenden die Schlüssel anbieten,und bei seiner Einkehr ihm gehorchen mußte. Ihre Tapferkeitgewann diesen Rittern manchen Preis königlicher Gunst. Juno-ecuz III. nahm sie unter seinen Schutz und die Ritter von Calatravaerkauften die Verbindung mit denen von Avis durch Ueberlassungihrer sämmtlichen Besitzungen in Portugal. ^
8. Hilter tes heiligen Mauritius.
Die Ritter des heiligen Mauritius sind viel jünger. Ama-deus VIII., der Friedfertige, (1382 —1431) Herzog von Savoyen(später vom Concil zu Basel zum Gegenpapst gegen Eugen IV.erwählt), dankte ab, und führte sofort ein Ercmitcnleben zu Ripaille,an dem User des Gcufersecs, einem von Wäldern und Felsen um-gebenen Orte. Ihn begleiteten noch sechs Edellcute, welche alleWittwcr und Jeder über sechzig Jahre alt war. Diese nun ließer als Soldaten des heiligen Mauritius ciuschreibcn, und nanntesich jetzt ihren Dechant. Alle trugen ein goldenes Kreuz auf derBrust; ihre Kleidung war einfach und der der Pilgrime und Ere-miten nicht sehr unähnlich. Amadeus gab ihnen sofort Regeln,und stiftete zwei Häuser, eines für sie und ein anderes für die regu-lirtcn Canoniker, welche unter einem Abte standen und den Gottes-dienst halten mußten. Dieß war der Ursprung des kriegerischenOrdens des heiligen Mauritius, dessen Großmeister der König von> Bergt. Hurtcr, Jmiocenz III., IV., 39?, >md Helyvt VI., 77.