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dem Bündnisse dieser Ritter und Geistlichen nun entsprang diekriegerische Brüderschaft non Calatrava, welche im Jahre 1164 vonPapst Alerandcr III. bestätigt wurde. Ihre Ordensregel war diedes heiligen Benedikt, und ihre Zucht sehr strenge.
Die Ritter mußten das Gelübde der Keuschheit ablegen, vondein sie jedoch nach sechzehn Jahren wieder entbunden wurden. IhreNahrung war sehr einfach. Nur drei Mal in der Woche war ihnenFleisch erlaubt, und dann nur ein Gericht. Bei Tische, in derKirche und dein Schlafsaale mußten sie tiefes Stillschweigenbeobachten. Mit dein Schwerte ningürtct mußten sie schlafen undarbeiten, zum Zeichen, daß sie kampfgcrüstct seien. In den frühemZeiten der Stiftung war es sowohl den Geistlichen als den Soldaten-brüdern erlaubt, au den kriegerischen Unternehmungen gegen dieUngläubigen Thcil zu nehmen, bis dies; den erstem vom heiligenStuhle verboten wurde. ^
Im Jahre 1197 ging Calatrava an die Mauren verloren;die Ritter zogen sich daher nach Salvaticra zurück und erhielten denNamen von dieser Stadt, bis ihr erster Sitz ihnen wieder zuficl.Zwiespalt im Orden selbst und Anmaßungen bewogen ^en PapstJnnoecnz VIII. die Großmeistcrwürde 1487 mit der Krone vonSpanien für immer zu vereinigen, wogegen die Ritter 1540 dasRecht erhielten, sich Ein Mal zu verheirathen und die neue Ver-pflichtung zur Verthcidigung der unbefleckten Empfängnis? Mariäübernahmen. Die seit 1808 wechselnden Verhältnisse Spaniensveränderten auch die Stellung dieses Ordens zum geistlichen Standeund bedrohen seinen Besitzstand, so daß er bereits wie ein Verdienst-orden gehandhabt wird.
Das OrdcnSkleid besteht in einem weißen Mantel mit einemrothcn, lilicnfvrmigen Kreuz auf der linken Seite.
Seit 1219 hatte der Orden auch Klosterfrauen, Comthurinenvon Calatr ava, die vor der Aufnahme auch Ahnenprobe ablegenmußten, die Kleidung der Cisterzienserincn trugen, zu Almagro ihrprachtvolles Hauptkloster hatten, aber jetzt vorläufig säeularisirt sind.
' Vergl. William H. Prescott. 1. Bd. S. 248 ff.
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