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1 (1845)
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verlegte den Sitz von Catania, mit päpstlicher Unterstützung, hinwegnach Ferrara im Kirchenstaat (1827) und im Jahre 1831 nachNom selbst. Bnsea starb im Jahre 1834. Nach ihm ward 76)Carl Candida aus dem Königreich Neapel durch ein päpstlichesBreve vom 23. Mai 1834 zum Ballei und Stellvertreter des Groß-meisters gewählt. Nunmehr wurden mehrere in dem lombardisch-venetianischen Reiche gelegene Comthureien auf ausdrücklichen Befehldes österreichischen Kaisers zur Verfügung des Ordens gestellt. Aufsein Beispiel hin haben Sardinien, Neapel, Modena, undToScana den Orden in ihren Staaten restitnirt und ihm dengrößten Theil seiner Güter zurückgestellt. Zudem ist durch KaiserFerdinand von Oesterreich für das lombardisch-venctianischc König-reich, sowie für Parma, Lucea und Modena ein Priorat des Malte-serordens gestiftet und am 24. Juni 1841 zu Venedig festlich er-öffnet worden. Schon im Jahre 1830 hatte der Kaiser die Com-mende zu Venedig restitnirt und den Neffen des gegenwärtigen Papstes,Antonio Capellari della Columba, zum Großprior derselbenernannt.'

Der weibliche Zweig des Ordens pflanzte sich nach der Tren-nung von dem ursprünglichen Kloster, in einer gewissen Verbindungmit dem männlichen, ebenfalls fort, lieber dessen Schicksal imMorgenland, namentlich nachdem Jerusalem wieder an Säladinverloren war, mangeln alle Nachrichten. Er wurde gleichzeitig auchnach dem Abendlande verpflanzt, jedoch mehr als klösterlicher Orden,da der Hauptzweck der Vorschrift hier nicht Bedürfnis! war. Viel-leicht die ausgedehnteste, reichste und prachtvollste Stiftung fürHospitaliterinen verdankt ihren Ursprung der Königin Sancha vonAragonien, Tochter jenes Alphons von Castilien, der sich denKaiscrtitel beilegte. Sic gründete dieselbe im Jahre 1188 zuSirena zwischen Saragossa und Lerida, baute sie mit königlicherPracht auf, wies ihr ausgedehnte Ländereien an und fügte derursprünglichen Regel noch Mehreres von der augustinischen bei.

> Die »leisten dieser Nachrichten über den Malteserorden verdanken wir derim Jahre 1844 in Carlsrüh erschienenen Schrift des H. Carl Ganger,der Ritterorden des h. Johann von Jerusalem." Bgl.die letztenZeiten des JohannitcrvrdenS," von Alfred Renmont in Rau-mer'S histor. Taschenbuch. Neue Folge. Fünfter Jahrgang. 1844.

Gesch. der Mönchsorden. I. 15