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seines Hochmuths und seiner Hartherzigkeit ein Aufruhr, der jedochgedämpft wurde.
69) Emanuel von Rohan-Poldue, aus französischemHause, aber su Spanien geboren, berief wieder im Jahre 1776 einGeneralkapitel, während seit 1631 keines mehr gehalten wordenwar; aus der englischen Zunge wurde die euglisch-baierischc, vieleGüter in Baicrn und Polen wurden restituirt und manche Refor-men cingeführt; aber der Orden hörte auf, sich durch Kriegsthatenauszuzcichucu.
Nunmehr sehen wir den Orden, durch vielfache Beeinträchti-gungen darniedergebeugt, seiner allmähligen Auflösung entgegengehen. Tie französische Constitution vom Jahre 1791 ließ ihmzwar seine Besitzungen, schmälerte aber seine Einkünfte durch Ab-schaffung der Zehenten und anderer Feudalrechte. Zudem wurdeeine Entschädigung blos versprochen, aber nie geleistet. Der Na-tionalconvent vom 19. September 1792 dagegen nahm dem Ordendie meisten Güter, und nach Ludwigs XVI. Tod verlor er vollendsalle. Auch in Italien kam er bald daraus durch die dortige Um-wälzung um viele Güter.
Dagegen nahm Malta die Emigrirten auf, unterstützte Lud-wig XVI. mit Geld und hielt für ihn einen feierlichen Traucrgot-tesdieust.
Jetzt aber brach auch für die Maltescrritter eine vcrhängniß-volle Zeit an. Dieselben sollten nach den Ordenöstatutcn gegenkeinen christlichen Staat Partei nehmen. Deßwegen alliirtcn siesich nicht mit den Feinden Frankreichs, und gerade diese ihre Neu-tralität brachte ihnen den Untergang.
Indes; suchte der Orden den Schutz Rußlands, und schickte da-her den Bailli Grafen Litta aus Mailand im Jahre 1795 nachPetersburg. Eatharina, und nach ihr Paul I. nahmen ihn freundlichauf und letzterer erklärte sich zum Beschützer des Ordens, vermehrtedessen Güter in Polen, gründete das Großpriorat Rußland, »ichließ sich selbst in den Orden aufnehmcn. Allein weiter konnteRußland im Drange der Umstände nichts für Malta thun. Nohanaber prophezeite ans seinem Todbcttc <ch 13. Juli 1797), er werdeder letzte Großmeister des unabhängigen Ordens gewesen sein.