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Mit dem 43sten Großmeister Philipp vonVilliers l' IsleAdam sollten die Rhodiser einer traurigen Katastrophe entgegengehen. Denn im Jahre 1522 ward RhoduS abermal unter Soli-man U. von den Türken belagert. DaS türkische Heer zählte140,000 Soldaten und 60,000 Bauern zu Grabarbciten. Der
Ritter dagegen waren es nur 500 und ungefähr 5000 Soldaten.Zum Unglücke für den Orden schickten die christlichen Fürsten keineHilfe und am 24. September 1522 machte Soliman einen Gene-ralstnrm. Tie Ritter waren glücklich und siegten, und cs fielen40—50,000 Feinde. Schon wollte Soliman abziehen, da schriebihm der schändliche Amaral, Ordenökanzler und Großprior vonCastilien, die Insel könne keinen zweiten Angriff mehr aushalten.Der Verräther wurde entdeckt und Amaral büßte am 25. November1522 mit dem Kopfe für seine pnnische Treulosigkeit. Die Rittersiegten wieder; doch jetzt waren viele ihrer Werke zerstört, kein Pul-ver mehr da und die Lebensmittel reichten blos noch ans einen Tag;daher schloß der Orden mit Soliman am 20. Dccember 1522 einenVertrag, demgemäß er einen freien Abzug erhielt; Soliman konnteihm seine hohe Achtung nicht versagen. Das Unglück für den Or-den aber hatte hauptsächlich darin seinen Grund, daß immer so we-nige Ritter nach RhoduS gehen wollten, sondern lieber in fettenPfründen verweichlichten. Uebrigens hat der Orden der Rhodiserden Ruhm, der Fels gewesen zu sein, an welchem die Europa be-drohende Flnth der Osmancn sich brach.
Die Päpste Hadrian Vl. und Clemens VIl. suchten nun demOrden einen andern Sitz zu geben. Carl V. trat ihm im Jahre1550 Malta nebst Gozzo und Tripolis als freies und sou-veränes Lehen vvn Sicilicn ab, dem der Orden jährlich zum Zeichender LchenSbarkeit einen Falken liefern mußte; im klebrigen aberwar er völlig frei. Malta war fast nur von Fischern bewohnt undhatte nur eine kleine Stadt. Bald darauf verlor der Orden seineGüter in England durch die Reformation. Villicrö starb im Jahre1534 und gleich darauf kämpfte 44) der neue Großmeister Peter dePont aus Piemont gegen den Seeräuber Barbarossa d. j. und halfTunis erobern, wobei 22,000 Christensklavcn befreit wurden. Erstarb 1535. Auf ihn folgte 45) Didier von Sa inte-Jaille