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Herzoge Gottfried in Verkehr, gab mehrere Rapporte, wurde aberdafür von den Sarazenen eingckerkert.
Nach der Eroberung Jerusalems jedoch ward den Brüdern so-wohl für diesen Dienst, als auch für die sorgsame Verpflegung derVerwundeten reicher Lohn zu Thcil. Denn die Edelsten wetteiferten,ihnen den Dank in reichen Stiftungen auszndrücken. Gottfried vonBouillon selbst schenkte seine Herrschaft Montboire in Brabant demHospitale. Andere thaten Aehnliches, und fanden in manchen euro-päischen Fürsten fromme Nachahmer; edle Jünglinge aber, z. B.Raimund du Pup (nachmaliger Großmeister) wurden, von heiligemEifer entstammt, Hospitaliter.
Bisher hatte die Gesellschaft keine Gelübde abgelegt; jetzt aberentwarf Gerhard eine Regel, und gab der Gesellschaft Form undNamen deö Ordens des heiligen Johann von Jerusalem.
Dieser Gerhard Tongnc, der erste Vorsteher, stammte aus derStadt Martignes in der Provcnec und erhielt im Orient den Bei-namen Vater der Armen. Sein Orden legte die drei gewöhn-lichen Gelübde ab, und Pasehal ll. bestätigte ihn im Jahre 1113.Jetzt erbaute Gerhard eine herrliche dem Johannes Baptista geweihteKirche, einer alten Sage zu Folge gerade auf der Stelle, wo einstdas Hauö des Vaters des heiligen Johannes des Täufers gestan-den hatte, und errichtete rings um sie her seine geräumigen Spitälerund Gebäude zur Aufnahme von Pilgern und zu Wohnungen fürdie Brüder; unter seiner Verwaltung breitete sich der Ordenbeträchtlich aus. Er selbst starb im Jahre 1120 oder schon 1118.
Sein Nachfolger ward der bereits genannte Raimund du Puy(kaum 20 Jahr alt). Derselbe gab mit Zustimmung des gesammtenKapitels vollkommenere Statuten und machte den Orden zu einemkriegerischen. Er halte nämlich unter seinen Hospitalbrüdcrn nochviele alte KriegSgefährten Gottfrieds von Bouillon bemerkt, welchenoch kriegslustig waren. Daher versammelte er den Ordensrathund schlug ihm vor, sich durch ein viertes Gelübde zur Führungder Waffen zur Vertheidigung der christlichen Religion zu ver-pflichten. Sein Vorschlag ward mit aller Freudigkeit angenommenund daher der Orden in drei Theile geschieden: Erstens in diePriester oder Almoscnpfleger; zweitens die dienenden Brüder, welche