Druckschrift 
1 (1845)
Entstehung
Seite
143
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fugnisse. Die Schwestern dieses Hauses, die unter dem NamenMathurinerincn bekannt sind, legten nur die einfachen Ge-lübde ab, folgten der Regel des dritten Ordens, hatten keine Clausurund trugen an einem blauen kreuzweise geschlungenen Bande einensilbernen Triangel. Die armen Mädchen der Vorstadt Saint-Antoineerhielten von ihnen unentgeldlichen Unterricht.

Wie Tcrtiaricrinen, so gab cs bei diesem Orden auch Tertia-ner, deren Ursprung nicht mehr ermittelt werden kann. Die Klei-dung dieser Tertianer bestand in einem weißen Rock mit einemSkapulier, und auf diesem ein roth und blaues Kreuz, welchesman unter den weltlichen Kleidern zu tragen pflegte. Sie hieltenein Probejahr, nach dessen Verfluß man sie zur Beobachtung derRegel ermahnte, und nachdem der Superior die Kleider cin-gesegnet hatte, so sprach der Aufzunchmende mit lauter Stimme:Ich Bruder iV., der ich mein Vertrauen zu der allerhciligstenDreieinigkeit, zu der allerheiligstcn Jungfrau Maria, zu den seligenJohann und Felir, und zu dir, mein Vater, habe, verspreche undgelobe aus reinem, einfältigem und aufrichtigem Herzen, mit gutemVorbedachte, fest entschlossen, die Gebote Gottes zu halten, meinLeben zu bessern, mit mehr Liebe Gott und meinem Nächsten zudienen, die Freuden der Welt zu verachten, die weltlichen Gesin-nungen abzulegcn, mich von der Eigenliebe loszurcißen, dem Teufelund den Gelüsten des Fleisches und Blutes zu entsagen, damit ichmeine Seligkeit und die meiner Mitmenschen durch die Gnade un-seres Herrn befördern möge, und als ein Mitglied an den Frei-heiten, Vorrechten, Gnadenbelohnungcn und Ablässen des Ordensder heiligsten Dreieinigkeit zur Auslösung der Gefangenen Theilnehmen könne, indem ich dessen Aufnahme, Ehre und Bestes inaller Treue, zur größten Ehre des Vaters, des Sohnes und desheiligen Geistes suche. Amen."

Welch ein schönes Gelübde, und wie würdig eines wahrenChristen!

Der Bestand des Ordens der Trinitarier ist, seitdem seinemeisten Häuser in Spanien, wo er am zahlreichsten war, verwüstetwurden, und die französische Revolution so viele derselben verschlang,gering. Das Haupthaus ist nach der Bezeichnung des neuesten