einem Walde lebte, zurück. Vereiniget durchschauten sie sich mitdem Geiste des Gebetes und lagen den strengsten Bußübungen ob.Die entworfene Unternehmung erschien ihnen unter so lebhaftenund eindringlichen Farben, daß sie erkannten, sie sei von Gott cin-gegeben, und sich nach Rom auf den Weg machten, wo sie denPapst um seine Zustimmung bitten mußten. Damals saß der großeJnnoeenz III. auf dem päpstlicheu Stuhle. Dieser Oberhirt nunbat den heiligen Geist um Erleuchtung, der ihm auch den Nutzenzeigte, den diese neue Anstalt der Kirche gewähre. Daher nahm ersie auf, und machte sie zu einem geistlichen Orden, dessen erste undschönste Pflicht die Loskaufung der christlichen Sklaven aus denHänden der Ungläubigen sein sollte.
Ein berüchtigter Ungläubiger des letzten Jahrhunderts konnte nichtumhin, diesem Orden Lob zu zollen, und ihn als eine wahrhaftheldenmüthige Anstalt zu betrachten. ^ Und in der That ist esunmöglich, die Anstrengungen nicht zu segnen, welche die Erleichte-rung unserer Brüder zu ihrem Zwecke haben. Der Gedanke an dieneue Anstalt und die Ueberzcngung von ihrer dringenden Nothwen-digkeit mußten aber um so tiefer in den Geist des Stifters dringen,als er seinen Blick nur auf ein Nachbarland werfen durfte, um sichvon der Schwere der Ketten zu überzeugen, welche die beklagens-werthen Opfer des mahomedanischen Fanatismus drückten. Da-mals nämlich herrschten noch die Sarazenen in den schönsten Pro-vinzen Spaniens. Bald wirkte der Orden mit gleich glücklichemErfolge auf alle Verhältnisse dieser Gegend; denn er verband mitdem religiösen Interesse auch das politische.
Dieser Orden wurde zu Ehren der heiligsten Dreifaltigkeit ge-stiftet, woher er seinen Namen hat (Orclo sanolao trinitalis); mannannte ihn auch gemäß des Zwecks, zu dem er errichtet ward, zurAuslösung der Gefangenen (üo roclomptiono oaplivorum). Geradean dem Ort, wo Johann von Matha dem Felir von Valois denersten Plan zu seiner Anstalt mitgethcilt hatte, wurde der Grund zudem Kloster Cerfroid, welches immer uls der Hauptsitz des Ordensder Trinitarier galt, gegründet. Dieses Kloster war für die Unter-haltung von 20 Religiösen begabt. Zu Rom schenkte ihnen deri VoUaire, Lsssi sur I'klist. ge». eN. 135.