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1 (1845)
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Pfründen. Von sechs, einzig für sie bestimmten Dienern, hatte einerihrer zu warten, einer war Pförtner des Armenhauses, zwei hattendas Holz auS dem Walde, zwei andere zwei Backöfen zu besorgen,deren Ertrag wieder zu Almosen verwendet wurde. Alles, waS indem Speisezimmer der Brüder an Speise und Getränke übrig blieb,nahm der Almosncr zur Auötheilnng unter die Armen in Empfang.Ausgezeichneten Wohlthätern, wenn sie auch ferne, oder längst ge-storben waren, wurde regelmäßig im gemeinschaftlichen Speisesaalder Tisch gedeckt, und, waS ihrer Stelle vorgcsetzt worden, den Ar-men ansgethcilt. Jede Woche hatte der Almosner durch das Dorfbei dem Kloster zu gehen und nachznfragen, wo in einem Hause einArmer krank liege, um ihm Brod und Wein und stärkende Gewürzezu senden. Man rechnet die Zahl der unterstützten Armen auf17,000. Abt Odilo verkaufte einst selbst eine Kaiserkrone, die ihmHeinrich II. aus Deutschland gesendet hatte, um die Armen nichtabweiscn zu müssen. Gleiche Wohlthätigkeit war sämmtlichen, verei-nigten unterworfenen Klöstern und Häusern zur Pflicht gemacht.

Ebenso die Gastfreiheit. Genaue Vorschriften ordneten dieAufnahme von Fremdlingen nach Stand, Würde und Weise derAnkunft. Bei Geistlichen war neben der Verpflegung anch fürTheilnahme an Gebet, Gesang und Segnung gesorgt. Diese Sorg-falt dehnte sich sogar bis auf die Thicre aus.'

Die innere Verwaltung der Verbrüderung aber war folgende:Alljährlich mußten sich die Aebte, Priore und Decane aller Häuser,welche die clnniacensischen Hebungen angenommen hatten, zu einerVersammlung in dem Stammkloster einfinden. Jede Erneuerung,Abänderung, Bestätigung der Vorschriften wurde dieser Versamm-lung zur Genehmigung vorgclegt, worüber jeder Bruder in Clugnyseine Stimme hatte. Zwei Aebte und zwei Prioren mußten jähr-lich den Zustand des Stammklosters und die Verwaltung des Abtesuntersuchen, und darüber der Versammlung Bericht erstatten. Fernermußte der Versammlung jeder Prior einen von dem Cämmcrcrder Landschaft beglaubigten Bericht über sein Haus verlegen. Ver-

> Bergt. Hurter, Geschichte Papst Jnnoceuz III. und seiner Zeitgenossen.IV. Bd. S. 106 ff.

Gesch. der Mönchsorden. I.

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