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1 (1845)
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ahmer, nicht nur in den übrigen Thcilen Frankreichs, sondern auchin Italien, Deutschland und den übrigen christlichen Ländern; dieKanoniker fügten sich in ein gemeinschaftliches Leben. Da aberviele Bischöfe dseser Regel verschiedene Milderungen beifügten, sokonnte man nach einem kurzen Zcitvcrflnß mehr als hundert und fünfzigArten Kanoniker (Chorherren) unterscheiden. ' Wir betrachten sie

> So gab es zum Beispiel in Italien, den Niederlanden und in Böhmendrei Brüderschaften von regnlirten Canonikern, welche de» Namen Croisiers(Krenzherrn) trugen. Die erste, welcher Alerander III. im Jahre 1169 dieRegel des heiligen Augustinus gegeben hatte, wurde im Jahre 1656 von Aleran-der VII. aufgehoben; die zweite, von Theodor von Celles im Jahre 1211 ge-gründet, wurde schon vor der ersten französischen Revolution aufgehoben; diedritte wurde zu Prag im Jahre 1234 von Agnes, der Tochter des KönigsPrimiölaw, errichtet.

In Italien gehören die regnlirten Canoniker vomHeiland" undVomLateran", errichtet im Jahre 1408 von Stephan, einem Mönche ans dem Ordendes heiligen Augustinus, hiehcr. In Frankreich entfalteten sich die Congrega-tionen von St. Nnsus zu Avignon, gestiftet von den Chorherren Arnanld,Ponce, Odilo, Durand 1039; vom St. Lanrentins bei Oulr, in der Dauphino,gestiftet von Gerhard Charbrerinö 1050; von St. Ivo zu Beauvais, gestiftetvon Ivo, Bischof zu Chartres 1078; vom St. Nikolaus von ArraS in Artois,gestiftet von Conrad und Roger von Arras 1090; von Marbach im Elsaß;von unserm lieben Heiland in Lothringen, regulirt von dem Cardinal vonLothringen 1604, von St. Bietor zu Paris, gestiftet von Wilhelm vvnCham-pean.r, dem Ehrwürdigen 1113.

Aus der Congregation znm heiligen Viktor gingen im zwölften Jahrhun-dert die regnlirten Canoniker von der Congregation von Frankreich, odervon Sainte-Geneviöve hervor. Im dreizehnten Jahrhundert unterwarf sie derfromme Cardinal von La Rochefoucauld, Bischof von Senlis, einer Verbesse-rung. Der Abt von Geneviöve blieb je drei Jahre im Amte, war ersterOberer einer Congregation, welche in dem Königreiche 67 Abteien, 38 Cvn-ventual-Priorate, zwei Probsteie» und drei Hospitäler, und in den Nieder-landen 3 Abteien, 3 Priorate und überdies; eine beträchtliche Zahl Pfarreienzählte. Bei der Proecssion, während welcher man das Neliguicnkästchen derheiligen Genvfefa nmhertrng, war der Abt zur Rechten des Erzbischofs, undgab, wie er, den Segen in den Straßen.

Die regnlirten Canoniker zu nnserm lieben Heilande wurden in Frankreichvon Peter Fourier, gestorben 1650, verbessert. Paul V. und GregorinS XV.billigten diese Verbesserung. Die Aufgabe dieser Canoniker aber bestand imUnterrichte der Jugend und der Landleute. Mehrere besaßen Pfarreien und sieerbten die Schulen, welche die Jesuiten in Lothringen gehabt hatten.

Die berühmtesten Congregationen regnlirter Canoniker in Deutschland, denNiederlanden, Polen, Böhmen u. s. w. waren folgende: Von Klosterneuburgbei Wien (von Markgraf Leopold von Oestreich erbaut und 1140 mit Geneh-migung des Papstes Jnnocenz II. mit regnlirten Chorherren besetzt).