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1 (1828)
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365
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i. Theil.

Unser Leben auf Erden ist eine Wallfahrt zur Ewig»kcit, woran wir nicht oft genug erinnert werden können.Wir sind hienieden Fremdlinge, Gäste und Pilgrime,die hier nur eine kurze Durchreise halten. Wir könnenhier nicht bleiben, so gerne wir es auch wollen, wir ge»hcn nur vorüber und die Gegenstände, die wir eine Zeitlang vor Augen haben, werden bald aus denselben ver»schwunden seyn, wie auf einer Reise zu geschehen pflegt.Wir sind für die Ewigkeit geschaffen und bestimmt, derwir auch mit jedem Tage, ja mit jedem Augenblicke näherkommen, und woraus wir nimmer zurückkehren.

So wie es aber in der Ewigkeit zwei Hauptörtergiebt, wohin alle Menschen kommen, welche die h. SchriftHimmel und Hölle nennt: so giebt es hier auch zweenHauptwege, worauf die Menschen der großen Ewigkeitentgegenwandeln, wovon David den einen in unsermTexte einen bösen Weg, oder Weg des Schmerzens,den andern aber einen ewigen Weg nennt.

Die Denkungsart und Handlungsweise der Menschen,ihr inneres und äußeres Verhalten gegen Gott, sich selbstund ihre Nächsten, ihre Meinungen und Grundsätze, ihreGesinnungen, Worte und Thaten, werden in der Schriftsehr häufig ihr Weg genannt, worauf sie als Wandererder Ewigkeit entgegen gehen-

Unter dem bösen Wege versteht David die Denkungs»art und Handlungsweise, den Sinn und das Betragen,das mit Gottes Wort und Willen nicht übereinkommt, son»dern davon abweicht und dagegen streitet- Der böse Wegist demnach der Dienst der Sünde und die verkehrte Liebeder Welt, die allen unwiedergebornen Menschen eigen istund die Herrschaft in ihnen hat. Alle verkehrte Meinem»gen und Grundsätze, die dem Worte Gottes zuwider sind,alle die sündlichen Gesinnungen, Worte und Werke ge»hören mit zu dem bösen Wege und machen ihn aus-