Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
327
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und Verehrer zu allen Zeiten, von Anfang seiner Kircheauf Erden bis zum Ende derselben, wenn er am Schlußdesselben hinzufügt: Darum wachet, denn ihr wißt wederTag noch Stunde, in welcher des Menschen Sohn kommenwird-

Aus unserm Texte betrachten wir daher, Gott gebemit vielem Segen!

I. Die merkwürdige Beschaffenheit dev Kirche Jesu aufErden besonders bei seiner letzten Zukunft, wie Jesussie hier in seinem Gleichnisse von den zehn Jungfrauendarstellt.

H. Die heilsame Anwendung, die uns Jesus davon zumachen lehret.

i. T h e i l.

Die christliche Kirche hier auf Erden nennt unser Hei»land in unserm Texte, so wie auch sonst sehr häufig inseinen Gleichnissen und übrigen Reden, »das Himmel»reich,« weil er, das Haupt seiner Kirche, der König indiesem Reiche Gottes und seiner Gläubigen, die eigentli»chen Glieder und Unterthanen desselben, so wie auch seineGesetze, Freiheiten, Vorrechte und Güter eines himmli»schen Ursprungs und einer himmlischen Natur sind und imHimMel ihre Vollendung bekommen.

Den Zustand, die merkwürdige Beschaffenheit seinerKirche auf Erden, besonders bei seiner letzten Zukunft,beschreibt Jesus im Anfänge unsers Textes also: Dannwird das Himmelreich gleich seyn zehn Jung»frauen, die ihre Lampen nahmen und gingenaus, dem Bräutigam entgegen. Aber fünf un»ter ihnen waren thöricht, und fünf waren klug.

Sich selbst stellt unser Heiland wegen der genauenVereinigung, worin er mit seiner Kirche steht, unter demBilde eines Bräutigams vor, und zwar eines solchen, derzur Hochzeit aufbricht und zur Feier derselben übergeht.