verlangen, Glauben und Liebe in unser Herz ein, so wird^ er uns auch dereinst die Thüre zum Himmel austhun und
! zu seinem Hochzeitsmahl in demselben einführen. Lassen wir
l ihn hier über vergeblich anklopfen, weigern wir uns, sei-
i ! ne Stimme zu hören und ihm aufzuthun, so wird er auch
! l uns die Thüre des Himmels verschließen, uns vergeblich
^ , anklopfen lassen und antworten: Ich kenne euch nicht, wei-
! s chet von mir, ihr Uebelthäter. Erfüllet, was er Sprüchw.
^ Sal. i. sagt, daß ihr seiner Stimme gehorchet, damit
i ! ihr sicher bleibet und genug habet und kein Unglück furch-
s ^ tet. Denn so er rufet, und ihr weigert euch, er recket
? ; seine Hand aus und niemand achtet darauf, so werdet ihr
! auch dermaleinst rufen, aber er wird nicht antworten, ihr
s i werdet ihn frühe suchen und nicht finden. Beides, geliebte
s i Zuhörer, zeigt er uns in dem heutigen Evangelio zu un-
sh ser Ermunterung und Warnung an den klugen und thörich-
ss tcn Jungfrauen.
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Matth. 25, 1 — 13.
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ss So, geliebte Zuhörer, beschreibt uns Jesus die Be-s ! schassenheit des Himmelreichs, den Zustand seiner Kirche
s s hier auf Erden bei seiner sichtbaren Zukunft am jüngsten
! ° Tage zum allgemeinen Weltgericht. Denn daß er davon
s s in unsrem Texte rede, erhellet sowohl aus dem Zusam-
j s menhang, worin derselbe mit dem Vorhergehenden und
lh. Folgenden steht, als auch aus seinem Inhalt. Unser
Heiland hatte schon in dem vorhergehenden Kapitel, nach-z ' dem er seine besondere Zukunft zum Gerichte über die Zu-
; den beschrieben hatte, von seiner letzten Zukunft an der
Hs Welt Ende, um welches ihn seine Jünger auch fragten,
- zu reden angefangen und im 35. und 36. Vs. davon gesagt,
ssi daß Himmel und Erde dabei vergehen würden, daß aber
! s den Lag und die Stunde dieser seiner Zukunft außer