Bittgang.
Ap oc. 3, 20. Siehe, ich stehe vor der Thür und klopfe an; sojemand meine Stimme hören und mir anfthun wird, zu demwill ich cingehen und das Abendmahl mit ihm halten und ermit mir.
>Do, geliebte Zuhörer, spricht der durch Leiden desTodes vollendete und zur Rechten seines Vaters erhöheteHeiland, der in die Welt gekommen ist, um uns die Er»lösung und Seligkeit zu erwerben, aber auch in unserHerz kommen will und muß, um sie uns zuzueignen.
Cr stellt hier das menschliche Herz, das er ganz fürsich einnehmen, worin er durch sein Wort und seinen Geistwohnen und herrschen, sein Bild und Reich aufrichten will,um es für seine Segnungen und Seligkeiten empfänglichund derselben theilhaftig zu machen, unter dem Bilde ei»ncs Hauses vor, dessen Thüre vor ihm verschlossen ist unddessen Bewohner im Schlafe sind. Darum steht er vör derThüre und klopfet an, nicht ein» oder zweimal, wie imBorbeigehn, sondern oft und auf mancherlei Weise. Denneigentlich sagt er: Ich habe gestanden und stehe noch vorder Thüre und klopfe an. Er thut es durch sein Wort— durch seinen Geist — durch die Stimmen unsres Ge»Wissens — durch Träume — durch Züchtigungen und Ge»richte — durch Wohlthaten urd Errettungen — durch To»dessälle und Bekehrungen Andrer.