Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
317
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Lassen es sich nun gläubige Christen angelegen sein,auf die beschriebene Weise nach dem Geist zu wandeln unddazu die von Gott verordnten Gnadenmittel, sein Wort,die Wachsamkeit, das Gebeth und das heilige Abendmahlfleißig zu gebrauchen: so werden sie, wie .der Apostel inunserm Texte sagt: die Lüste des Fleisches nichtvollbringen. Können sie es gleich nicht verhindern,daß das Fleisch noch allerlei sündliche Gedanken, Lüste undBegierden in ihnen erregt und sie dadurch betrübt: so wer»den sie doch durch diesen Wandel im Geist den Ausbruchder Lüste und ihre wirkliche Vollbringung verhüten z jaunter dem Segen Gottes und dem Beistand seines Geistesdas Fleisch mit seinen Lüsten immer mehr in sich entkräften,bis sie durch den Tod völlig und für ewig davon befreitwerden.

Anwendung.

Sehet, geliebte Zuhörer, die ihr zu dem Volk desHerrn gehöret, zu den wiedergebornen und gläubigenChristen, die ihr als solche den Streit zwischen Fleischund Geist auch in euch gewahr werdet: so kann und solleuch die beugende Wahrheit und Erfahrung, daß ihr nochFleisch, Ueberbleibsel der sinnlichen Verberbniß in euchhabt, dazu dienen, daß ihr desto treuer und sorgfältigerim Geist zu wandeln beflissen seid, damit keine Lüste desFleisches in euch überhand nehmen können, sondern immermehr entkräftet werden. Möchtet ihr euch Alle dazu er»muntern lassen und die gegenwärtige Vorstellung dazu ge»segnet seyn! Ihr wißt, wie sehr ihr der öftern Crmunte»rung dazu bedürfet, wißt auch, daß der Herr sein heiligesWort gebraucht, uns zu belehren, zu bestrafen, zu bessernund zu heiligen z darum bittet ihn, daß er euch diese apo»stolische Ermahnung auch dazu gesegnet seyn lasse. Be»herziget oft die theuren Verheißungen von einem vorzüg»lieh reichen Maaß des heiligen Geistes und des geistlichen