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1 (1828)
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Hieraus erhellet denn auch deutlich, welches die Haupt»wünsche und Bitten sind, die eine gläubige Seele vor ih»ren Heiland bringt, wenn sie zu ihm spricht: Setze michwie ein Siegel auf dein Herz und wie ein Siegel aufdeinen Arm.

1) Zuerst empfiehlt sie sich damit in sein liebevolles An»denken und erbittet sich seine Fürsprache bei seinem Vater,als ihr Hoh'erpriester und Versöhner, als der Pflegerder heiligen Güter und der wahrhaftigen Hütte, damit siedurch ihn die tägliche Vergebung ihrer Sünden erlangeund ihr der freudige Zugang zu seinem Vater immer of»fen bleibe; damit ihr auch alle Güter des Gnadenbundes,die er ihr erworben, die der Vater um feinet willen ver»heißen hat und wonach sie ein sehnliches Verlangen trägt,reichlich zü Theil werden. Sie erkennt, daß sie sein Bertre»ten und seine Fürsprache, wozu er in das obere Heiligthumeingegangen ist, sehr nöthig habe, wegen ihrer vielenSünden und Schwachheiten, ihrer vielen Gebrechen undBedürfnisse, bei der mangelhaften Beschaffenheit ihreseigenen Gebeths; sie weiß, daß sie ohne dasselbe nichteinmal behalten kann, was sie hat, viel weniger immerneue Gnade und Gabe erlangen könne, das sie doch an»gelegentlich wünscht. Sie zeigt,- daß sie der Verheißungvon Jesu Fürsprache glaube, Zutrauen zu der Kraft der»selben habe und großen Werth darauf lege; darum em-pfiehlt sie sich in dieselbe und wir mäßen es mit ihr thun.

2) Wenn sie zum Herrn spricht: Setze mich wie einSiegel auf dein Herz und wie ein Siegel auf deinen Arm,so empfiehlt sie sich damit für's andere in die beständigeLeitung, Bewirkung und Regierung-seines Geistes; bittetwie David: Herr lehre mich thun nach deinem Wohlge»fallen, denn du bist mein Gott, dein guter Geist führemich auf ebener Bahn; begehrt von ihm, daß er sie inseine genaue Aufsicht und Fürsorge nehme, sie mit seinem,mächtigen Arm beschütze und bewahre, mit seinem Lebensie belebe, mit seinem Licht sie erleuchte, mit seiner Kraftsie stärke, ihr allerlei seiner göttlichen Kraft, zum Lebenund göttlichen Wandel schenke. Sie weiß, daß sie ohneihn nichts thun kann, aber durch ihn alles vermag —

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