Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
263
Einzelbild herunterladen
 

Christen, die an Zesum gläubig geworden sind, daß sieZesum Christum, der in sich das vollkommenste und lie-benswürdigste Wesen ist, der uns so hoch geliebet und sichselbst für uns dahin gegeben hat, der in seiner Liebe zuden Gläubigen unverrüät und unveränderlich ist, von gan-zem Herzen, unverrückt, beständig und aufrichtig lieb ha-ben, und desto mehr, je Heller und lebendiger ihre Er-kenntniß, je völliger und stärker ihr Glaube istz daß sieihm anhangen, sich viel mit ihm beschäftigen, seine Ge-meinschaft über Alles schätzen und suchen, ihm gerne wohl-gefällig seyn wollen, sich kein Versehen gegen seine An-weisungen zu gut halten und ihr vornehmstes Bestrebendahin gehn lassen, daß sie nach seinem Willen und zu sei-ner Ehre leben, ganz so werden, wie er sie haben will,und ewig bei ihm sein mögen in seiner Freude undHerrlichkeit.

Je mehr Liebe zu Zesu Paulus bei Gläubigen fand,desto theurev waren sie ihm, desto mehr wurde sein Herzin Liebe gegen sie entstammt, desto reichlicher ergoß ersich in Segenswünschen über sie, weil er selbst seinen Hei-land so innig liebte und wußte, wie sehr er es verdiente,mit brennender Liebe geliebt zu werden.

Mit einem feierlichen Amen beschließt er seine herz-lichen Segenswünsche und Fürbitten für die Christen, wo-mit er sein sehnliches Verlangen nach ihrer Erfüllung undseine gewisse, frohe Zuversicht zu derselben ausdrückte.

Möchten wir, geliebte Z'chörer, doch mit unter denenerfunden werden, die den Herrn Zesum lieb haben unver-rückt! So würde der Segenswunsch des Apostels auch anuns erfüllt werden, Friede und Liebe mit Glauben undGnade mit uns seyn, bei uns bleiben und in uns zunehmenbis in Ewigkeit. Das gebe Gott!

Schluss.

So haben wir denn, theure Freunde, diesen wichtigenAbschnitt von den wechselseitigen Pflichten der Christen,