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Gal. 5, 22. Die Frucht des Geistes ist Liebe.
zeuget Paulus. Auf die Erlangung und immer rei»chere Mittheilung des heiligen Geistes, seiner Gaben undFrüchte muß unser Herz in diesen Tagen zwischen demFest der Himmelfahrt Christi und der Ausgießung desheiligen Geistes vorzüglich bedacht seyn, nach dem Bei»spiel der ersten Jünger Jesu, die in diesen Tagen einmü»thig beisammen waren, mit Bitten und Flehen um denverheißenen heiligen Geist. Apg.. r. Denn die Verheißungvon der reichen Mittheilung des heiligen Geistes ist auchuns gegeben, seine Gaben, Früchte und Wirkungen sinduns unumgänglich vonnöthen.
Eine der vornehmsten davon ist die Liebe, die LiebeGottes und Jesu Christi, die brüderliche und allgemeineLiebe des Nächsten, weil sie die erste und wesentlichsteFrucht des Glaubens und des geistlichen Lebens, der deut»lichste Zug von dem Ebenbilde Gottes, der die Liebe selberist, und darum auch der Hauptinhalt seiner Gebote, dasBand der Vollkommenheit und des Gesetzes Erfüllung ist»Deswegen setzt sie auch Paulus oben an, da er einige dervornehmsten Theile von der köstlichen Frucht des Geistesnamhaft machen wollte.
Diese Liebe Gottes und des Nächsten ist keine Fruchtdes Fleisches und der verderbten Natur z denn nach der»selben sind wir geneigt, Gott und den Nächsten zu hassen zsondern sie ist eine Frucht des heiligen Geistes, der sie inden Herzen der Gläubigen hervorbringt, erhalt, nähret
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