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1 (1828)
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in allem Anliegen mit Bitten und Flehen im Geist, undwachet dazu in allem Anhalten. Denn er wußte es durchgöttliche Belehrung und aus eigner Erfahrung, wie nöthigden Christen das Gebeth in allen Umständen und Angele-genheiten, besonders auch in ihrem geistlichen Streite ist,wie wenig sie wider ihre geistlichen Feinde ausrichten kön-nen, wenn sie nachläßig im Gebeth sind z wie viel Muthund Kraft nmd Sieg und Segen eine fleißige Uebung des-selben bringt. Ohne Gebeth können wir auch keine derübrigen Waffen mit siegreichem Erfolg ergreifen und ge-brauchem Der Herr muß uns die Fertigkeit und Kraftdazu schenken, wir aber müßen ihn im Gefühl unsers eig-nen Unvermögens darum anrufen. Denn er hat in seinemewigen Rath und untrüglichen Wort das Bitten und Ge-ben, das Suchen und Finden, das Anklopfen und Aufthunmit einander verbunden. Die größten Verheißungen hater auf das Gebeth gelegt und der Herzog unserer Se-ligkeit, unser Vorgänger im Streit, Jesus Christus, istuns auch mit seinem eignen Beispiel im eifrigen Bethenvorangegangen.

Mit dem Anhalten am Gebeth müßen wir aber auchin unserm geistlichen Streit eine beständige Wachsamkeitverbinden, damit wir wissen, wogegen wir vornehmlichzu streiten und warum wir zu bethen haben. Bethenund Wachen sind so genau mit einander verbunden, daßeines ohne das andere nicht fortdauern kann. Denn dasBethen erhält den Christen in der Wachsamkeit, und dieWachsamkeit bewahrt den Trieb und die Kraft zum Ge-beth. Darum setzt unser Heiland sie oft zusammen undmahnt zum Wachen und Bethen zugleich.

Weil aber die gläubigen Christen Alle miteinander einVolk sind, unter einem Herrn, für einerlei Sache undwider einerlei Feinde streiten: so müßen sie auch für ein-ander bethen, und für diejenigen unter ihnen am meisten,die nach ihrem Stande und Beruf den Anfällen der Fein-de vor Andern her blos gestellt sind, mehrere Bedürfnisseund größer» Einfluß auf das Wohl der Uebrigen haben,wie die Lehrer des Evangeliums. Darum ermahnt Pau-lus auch die Gläubigen zu dieser allgemeinen und beson-