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1 (1828)
Entstehung
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204
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ich sie retten, auf daß sie nicht zuletzt komme und be» ^täube mich. Darauf sprach der Herr: Höret hier, wasder ungerechte Richter sagt. Sollte aber Gott nicht auchretten seine Auserwählten, die Tag und Nacht rufen zu ^ihm, und sollte Geduld darüber haben? Ich sage euch, .er wird sie erretten in einer Kürze. Wenn Gott uns das-jenige, was wir von ihm begehren, allemal so gleich aufunsre erste Bitte gäbe, so würden wir die Vortheile, diedas öftere Hinzunahcn zu Gott, die Wiederholung unsrerBitte, das Flehen und Ringen unsrer Seele verschaffenkann, entbehren, wir würden auch für seine Wohlthatenweniger dankbar seyn. Darum verzieht Gott oft die Er-hörung unseres Gebeths oder die Erfüllung unsrer Bitte,um unfern Ernst und Eifer im Gebeth zu prüfen, zu weckenund zu vermehren, uns im Glauben und Vertrauen aufsein Wort zu üben, unser Herz gründlich vor ihm zu de-müthigen, uns flehentlicher, eindringender und anhaltenderim Gebeth, sorgfältiger in der Ablegung alles dessen, wasdem Herrn mißfällig ist, zu machen. Daher sollen wir >anhalten am Gebeth, bethen mit Bitten und Flehen,unsre Bitte immer wiederholen und aufs neue andringen,wie unser Heiland auch in Gethsemane that, uns dabeiauf die gnädigen Gesinnungen und Verheißungen Gottes,auf die Verdienste Jesu und die Erhörung, die er An-dern hat angedeihen lassen, berufen, bis wir das Erbe-tene bekommen. Denn der Herr thut, was die Gottes-fürchtigen begehren, und höret ihr Schreyen. Nur Schade,daß sie oft zu geschwinde müde werden und im flehentlichen ^

Bitten Nachlassen, wenn sie das Begehrte nicht bald !

erhalten.

ii T h e i l.

Auf diesen Ernst und anhaltenden Eifer im Gebethführt uns der Apostel noch näher in unserm Texte, wenner sagt: daß wir stets in allem Anliegen und im Gei-